Einheimische Nussbäume - vielseitige Lieferanten
Einheimische Nussbäume wie Esskastanie, Walnuss- und Haselnussbaum können durchaus ein Plätzchen im heimischen Garten finden, da sie nicht besonders anspruchsvoll sind. Sie eignen sich für alle Bodenarten, außer schwerem Ton- und leichtem Sandboden. Diese Tiefwurzler mögen zwar keine Staunässe, bei einem freien, sonnigen, warmen Standort entfalten sie jedoch ihre ganze Pracht. Der Walnussbaum zum Beispiel kann so eine stattliche Höhe von bis zu 5 Metern erreichen. Da er zu den stark wachsenden Bäumen zählt, hilft das Schneiden der Seitentriebe nur kurzfristig. Der Schnitt sollte beim Walnussbaum möglichst im August erfolgen, da zu dieser Zeit wenig Saft aus den Schnittwunden tritt und diese noch vor dem Winter verheilen können.
Die bevorzugte Pflanzzeit für einheimische Nussbäume ist der Herbst. Für den Walnussbaum oder die Esskastanie sollte der Pflanzzeitpunkt allerdings erst ab November gewählt werden. Denn gerade Walnussbäume, die einen sehr starken Saftfluss besitzen, neigen an den Schnittstellen bei frühzeitiger Umpflanzung zum ausbluten. Ab November setzt dann die Ruhephase im Wachstum ein und die Blätter der Nussbäume sind ebenfalls schon abgefallen.
Als nachteilig könnte die lange Wartezeit auf die ersten Früchte angesehen werden. Bei der Esskastanie können schon einmal 20 Jahre ins Land gehen, ehe sie die ersten Früchte trägt. Der Walnussbaum ist da schon etwas schneller, bereits nach 4 Jahren kann hier das erste Mal geerntet werden. Diese Bäume liefern uns aber nicht nur wohlschmeckende Nüsse beziehungsweise Maronen, ihre Blüten und Blätter sind für die Naturheilkunde von großem Nutzen. Die Blüten der Esskastanie werden bei Erkrankungen der Atemwege sowie gegen Durchfall eingesetzt. Ein Umschlag mit Haselnussblättertee hilft gegen Prellungen und Walnussblättertee hat eine blutreinigende Wirkung.


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