Mulchen

Wenn wir uns Garten biologisch pflegen wollen, kann man auf das Mulchen kaum verzichten. Prinzipiell bedeutet Mulchen nichts anderes als den Boden zu überdecken. Haben Sie in  unserer Landschaft schon mal irgendwo offene Erdflächen gesehen, auf der weder Blätter, Samen noch Pflanzenreste bzw. die überhaupt nicht bewachsen waren? Allenfalls auf bäuerlichen Ackerflächen ist dies zu beobachten, eben da wo der Mensch eingegriffen hat.  

Mulchen ist ein Naturgesetz
Der stets bedeckte Boden hat berechtigte Gründe, die Natur mulcht quasi alle offenen Flächen um sie auf Dauer vor Abtragung und Austrocknung zu schützen. Wo der Mensch gegen die naturgegebenen Vorgaben verstößt, kommt es zu immer größeren Katastrophen. Das beste Beispiel, ist das ungebremste Roden der Tropenwälder. Die Natur kann die kahlgebrannten Stellen nicht mehr mulchen beziehungsweise mit ihren Pflanzen schützen. Die einst fruchtbare Tropenwalderde wird auf Dauer einfach weggespült, zurück bleiben karge Wüstengebiete, ein irreparabler Schaden für alle Zeiten.  

Welche Vorteile bringt das Mulchen im Garten?
Diese Lehre kann der ambitionierte Gärtner für sich nutzen, denn was im Großen gilt, hat genauso für jeden noch so kleinen Garten seine Gültigkeit. Mit Blättern oder Grünschnitt stehen ihm zwei dauerhaft verfügbare Materialien für die Mulchdecke bereit. Die organische Abdeckung bewahrt den kostbaren Boden vor starken Wind- und Wettererosionen, bei heißen Temperaturen hält sie ihn zusätzlich feucht. Das Mulchen hat außerdem noch ein paar weitere Vorteile. Laufende Pflegearbeiten wie Bodenauflockerung, Unkraut jäten oder Bewässerung halten sich in Grenzen. Die Mulchschicht schützt und sorgt für optimale Verhältnisse, dabei lockt sie noch sämtliche Kleinstlebewesen an, die ihrerseits neue Nährstoffe schaffen, der natürliche Kreislauf hat sich geschlossen. Am Beispiel des Mulchens können wir sehen, wie einfach die Ökologie in Wirklichkeit funktioniert.