Bauerngarten anlegen

Einen Bauerngarten anlegen heißt sich an den traditionellen Anbau in gemischter Form zu halten. Dabei sind die Übergänge vom biologischen zur bäuerlichen Gartenanlage fließend. Denn auch hier bilden Gemüse, Kräuter und Gemüse eine stimmige Symbiose. Alle Pflanzen ergänzen sich gegenseitig in ihren spezifischen Eigenschaften, an sich eins der größten Nutzen vom Bauerngarten. Anlegen im Sinne der guten alten Zeiten bedeutet also einerseits praktikabel zu gärtnern, andererseits den optischen Stil mit zu verwirklichen. In der Mittelalterepoche experimentierten Klöster wie bäuerliche Bürger hunderte von Jahren herum bis sie maximale Erträge ernteten. Ebenso viel Wert legte man in der Vergangenheit bereits auf ein stimmiges Gesamtwerk.

Symmetrischen Bauerngarten anlegen
Was haben die Bauern der Vergangenheit anders gemacht und was können wir daraus lernen? Nun, als erstes einmal gilt es einen symmetrischen Garten anzulegen, als Ausgangsform nehmen wir ein Vier- oder Rechteck. Bei länglichen "Schlauchgrundstücken" ist die rechteckige Variante meist die beste Lösung. Die ganze Fläche wird dann später in gleich große Teile segmentiert, also vier, sechs oder vielleicht acht verschiedene Beete. Dazwischen legen wir  zur Abgrenzung in der Regel Wege oder Hecken an. Selbstverständlich kann man genauso einen runden Bauerngarten anlegen. Wichtig ist am Ende das lineare Gesamtbild, wobei die einzelnen Pflanzbeete akribisch voneinander getrennt sind. Der ganze Bau wirkt dann sehr ordentlich auf dem Grundstück.

Gartenpfade und Zäune
Praktisch ist die Wegumrandung schon alleine deswegen, weil sämtliche Beete nachher von allen Seiten gepflegt werden können. Oft baut man noch rundherum einen breiten "Masterweg", der die komplette Anlagen umschließt. Welche Wegematerialien Sie im Bauerngarten anlegen, ist eine Frage des persönlichen Anspruches. Nicht unbedingt elegant, aber durchaus praktikabel, ist ein provisorisch gebauter Naturpfad. Mit einfachen Mitteln können die Gänge mit Rindenmulch oder Kieselsteinen erheblich aufgewertet werden. Vielleicht legen Sie am Rande der Pfade noch Natursteine an, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Einen sehr nostalgischen Touch bekommt der Bauerngarten durch natürlich aussehende Flechtzäune. Die Gärten unsere Vorfahren wurden ausschließlich mit solchen Naturmaterialien angelegt. Längst sind geflochtene Zaunanlagen, Trockenmauern oder ähnliche Elemente wieder voll im Trend, betont gut passen sie zu ländlichen Häusern.

Optische Highlights anlegen
Besonders reizvoll wirkt ein hervorgehobener Platz inmitten des Gartens, praktisch eine kleine bepflanzte Lichtung auf der sämtliche Wege zulaufen. Dieser gestalterische Effekt erinnert ein wenig an einen Irrgarten und wurde bereits in der frühesten Zeitgeschichte angewandt. Die Krönung wäre, wenn wir zusätzlich noch einen Brunnen auf dem lichten Platz anlegen. Bauerngärten des klösterlichen Altertums hatten fast immer derlei optische Akzente.

Der Traum vom Bauerngarten
Mit Ideenreichtum kann man ein wahres Kunstwerk erschaffen, das zugleich einfach zu bewirtschaften ist und selbstverständlich satte Ernteresultate hergibt. Eine gründliche Planung ist aber am Anfang von immenser Bedeutung. Bevor Sie den Bauerngarten anlegen, empfiehlt sich zumindest eine grobe Zeichnung zu kreieren, dann geht die Umsetzung gewiss besser von Statten.