Ein geben und nehmen herrscht auch in den üppigen Blumenbeeten. Viele der dort vorhandenen Blütenarten bieten Nahrung für Weichkäfer, Flor- und Schwebfliegen. Solang sich diese Tierchen allerdings noch im Larvenstadium befinden, lassen sie sich Milben, Schild- und Blattläuse munden. Der Marienkäfer gehört ebenfalls zu den gern gesehenen Gästen in diesem Garten. Wer Bienen, Hummeln und auch Schmetterlinge anziehen möchte, sollte auf die Aussaat von Mohn, Kerbel, Kamille und gelben Wucherblumen wirklich nicht verzichten. Einer bunten Auswahl von Margeriten, Nelken und Wicken sind diese geflügelten Nützlinge ebenfalls nicht abgeneigt.
Ein sehr wichtiges Thema für den Biogarten ist der Kompost. Kompostiert werden darf fast alles, was uns die Natur bietet. Bereits gekochte Speisen oder blühendes Unkraut sollte man aber vermeiden. Je mehr Vielfalt auf den Kompost kommt, desto besser verrottet das Ganze. Wer die Möglichkeit besitzt, sollte den Kompost mit Dung von Schafen, Kühen und so weiter anreichern. Sicherlich wird diese Ecke im Biogarten nicht gerade zu wohlriechendsten gehören, doch ohne den Kompost wäre die Symbiose nicht perfekt, denn Helfer gibt es hier. Würmer und Bakterien beschleunigen das Kompostieren ungemein. Mit ausreichend Sauerstoffzufuhr und Feuchtigkeit erledigt sich der Rest von ganz allein.