Hügelbeet

Sein Name lässt es  bereits vermuten, das Hügelbeet ist ein im wahrsten Sinne aufgehäufter Hügel im Garten. Dieser wird in der Regel unter anderem aus feinem wie groben Kompost, Holzschnitt, Laub usw. gebaut. Oben auf dem Hügelbeet beziehungsweise entlang der steilen Wände pflanzen wir dann Gemüse, Obst Kräuter und Blumen an. Diese Art der Gartenkultivierung hat eine in Asien bereits Jahrhunderte alte Tradition, bis diese letztendlich in Europa Einzug nahm.

Vorteile
Zunächst einmal helfen Hügelbeete, den verfügbaren Platz optimal zu nutzen, besser gesagt schaffen sie sogar zusätzlichen Nutzraum. Tatsächlich entstehen durch das hochgebaute Beet und die Nutzung dessen Hänge, je nach Höhe, etwa 25 ? 35 % zusätzliche Anbaufläche.  Ein weiterer Vorteil ist, dass es eine rückenfreundliche Alternative darstellt, denn tiefes Bücken wie bei der flachen Bepflanzung fällt hier aus.

Da die Pflanzen quasi auf einem Komposthaufen wachsen, profitieren sie von der zusätzlichen Wärmebildung bedingt durch die Verrottungsvorgänge im Inneren. Durch den lockeren und tiefgründigen Boden der  Beete, gedeihen die Pflanzen besonders üppig. Somit darf der motivierte Gärtner bei der Hügelbeet Kultivierung mit einer üppigen Ernte rechnen.

Nachteile
Bei starken Regenfällen kann es vorkommen, dass ein Teil des Erdreiches weggeschwemmt wird. Ebenfalls trocknen Hügelbeete schnell aus,  allen voran auf Sandböden. Um das Wegschwemmen wie Austrocknen weitestgehend zu verhindern, sollte beim Schichten das Material fest angedrückt werden. Empfehlenswert ist für die oberste Schicht eine Kombination aus Kompost und einem Mutterboden aus lehmiger Konsistenz. Nach der Bepflanzung hilft eine zusätzliche Mulchschicht die Feuchtigkeit besser im Boden zu halten.

Und die Optik?
In wie weit ein solches Hügelbeet optisch gefällt, ist vielleicht eine Frage des Geschmacks, außerdem abhängig vom Gesamtbild der Hausgartenanlage. Eine derlei Erdaufhügelung erfüllt sicher nicht jedermanns ästhetische Ansprüche. Wiederum können wir den  Hügel mit prächtigen Zierblumen aufwerten, vielleicht in gemeinschaftlicher Mischkultur mit Gemüse oder Obst. Plötzlich wirkt das hochragende Beet richtig ansprechend, hier ist Kreativität gefragt.

Hügelbeet Anbau
Mit einem gezielten Anbau können wir entsprechend höhere Erträge erwirtschaften. Es sollte im Idealfall ein regelmäßiger Fruchtwechsel unter Einsatz verschiedener Pflanzenarten stattfinden. Einige Arten von Gemüse sollten nicht immer am gleichen Standort stehen, ein Weisheit die für den normalen Gartenbodenanbau genauso gilt. Damit ihnen ein gesundes Wachstum gewährt wird, empfiehlt es sich, nach gewisser Zeit andere Sorten auf dem Hügelbeet zu kultivieren. Bei dem Anbau von Mischkulturen wird der Boden nicht von Nährstoffen ausgelaugt, somit wirft das Beet auf Dauer zufriedenstellende Erträge ab.  

Passende Gesellschaft für Hügelbeete wählen

Apropos Mischkultur, diese wird allgemeinhin von vielen Nutz- wie Ziergewächsen geliebt. Ein prädestiniertes Beispiel dafür ist die Erdbeere. Sie gedeiht  prächtig inmitten von Zwiebeln, Spinat, Lauch, Kopfsalat usw. Befinden sich die intensiv riechenden Zwiebeln beziehungsweise Knoblauch in unmittelbarer Nachbarschaft, so geben sie den Erdbeeren einen Schutz mit ihrem Eigengeruch und deren Wurzelausscheidungen, sie vertreiben damit schädliche Organismen. Man sollte gerade beim gemischten Anbau jedoch beachten, dass jede dieser Pflanzen ausreichend Raum und Luft hat um optimal gedeihen zu können.

Übrigens hält sich der bauliche Aufwand in Grenzen. Lesen Sie eine ausführliche Hügelbeet Bauanleitung inklusive Standortanspruch, Materialeinsatz etc. bitte im weiterführenden Unterkapitel Hügelbeet anlegen.