Trockenmauer

Vor alle in naturnahen Gärten ist eine Trockenmauer ein tolles Stilelement. Zu wild wachsenden Pflanzen passen penibel gerade gezogene Mauern nämlich weniger gut. Mit den lose übereinander geschichteten Steinen hat die Trockenmauer dagegen ein natürliches Aussehen, sie fügt sich nahtlos in die Gestaltung eines Naturgartens an. Die ökologische Optik entsteht zum einen durch die nicht lineare Mauersymmetrie und zum anderen aufgrund von Pflanzen, die zwischen den losen Steinen wachsen. Selbstverständlich können wir die Trockenmauer auch ganz gezielt bepflanzen, zum Beispiel teppichförmig. Dazu eignen sich Steingartenstauden besonders gut.

Trockenmauer bauen
Wie der Name bereits sagt, wird die Mauer trocken gebaut, die Steine werden also ohne Mörtel geschichtet. Die Baukunst besteht in erster Linie darin, der ganzen Konstruktion genügend Stabilität zu geben, damit nicht alles irgendwann zusammen bricht. Früher wurden ausschließlich Trockenmauern gebaut, die nach hunderten von Jahren immer noch stehen, ein Beweis, dass diese Technik funktioniert. Grundsätzlich können jegliche Materialien für die Mauer verwendet werden, Ziegel, Steinbrocken, Dachpfannen, Naturstein usw., vieles ist hier machbar. Grundsätzlich ist eine niedrige Höhe von maximal 0,5 m zu empfehlen. Zwar sind auch durchaus 1 m möglich, doch je höher die trocken verlegten Ziegel liegen, desto größer wird logischerweise die Einsturzgefahr. Außerdem verliert eine zu hoch angelegte Trockenmauer ihre positive Wirkung, im schlimmsten Falle entsteht ein übertriebenes "Ruinen Flair".

Ein besondere Tipp ist, Baumaterialien zu wählen, die in näherer Umgebung tatsächlich vorkommen. Dadurch wirkt die Mauer wesentlich authentischer im Garten, sie wird praktisch eins mit der Natur.

Die Vorteile von Trockenmauern
Welche Vorteile hat eine Trockenmauer? Neben dem ganz speziellen "altertümlichen" respektive naturverbundenen Look kann sie noch andere Pluspunkte vorweisen. In den hohlen Zwischenräumen von trocken angelegten Mauern finden zahlreiche Tiere ein Versteck, oder sogar einen Platz zum überwintern. Wer den Tieren gezielt helfen will, baut entsprechend große Freiräume mit in das Mauerwerk ein. In unmittelbarer Teichnähe finden Molche und andere Amphibien ein Winterversteck. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität, denn im Gegensatz zu festem Werk, können wir die Trockenmauer relativ einfach wieder umgestalten beziehungsweise komplett abbauen.