Moorbeet
Hobbygärtner, die sich der Natur besonders verbunden fühlen, werden an einem Moorbeet ihre Freude haben. Denn eine natürlichere Pflanzenlandschaft als beim Moorbeet ist kaum noch möglich. Zumal viele Sumpfgewächse beziehungsweise Tiere artenbedroht sind, die Zersiedlung der Landschaft hat viele dieser ganz speziellen Lebensräume verschwinden lassen. So haben wir die Möglichkeit einen Teil zur Erhaltung der immer selteneren Moorspezies beizutragen.
Kleine Moorbeete im Garten anlegen
Es geht nicht darum ein riesiges Moor wie in der freien Natur anzulegen. Ein Moorbeet kann zum Beispiel eine kleine Fläche im Bereich des Gartenteichs sein. Wichtig ist nur das Moor vom umliegenden Boden zu trennen. Dafür bieten sich viele Varianten, wie etwa ein fertiges Kunststoffteich Becken. Häufig benutzt der Gärtner auch Teichfolien um die Moorbeete zu bauen. Für manchen vielleicht überraschend, aber der optimale Standort ist ein sehr sonniger Platz im Garten, das Beet darf nicht im Schatten platziert werden.
Die Besonderheit jenes Beetes ist der extrem niedrige PH-Wert des Bodens, der für die Sumpfflora unabdingbar ist. Um den sauren PH-Wert zu realisieren, bedienen wir uns einer Mixtur aus Torfsubstrat, Lehm und Erde. Die Moorbeete dürfen nicht mit reichhaltigem Wasser, etwa hartem Leitungswasser, bewässert werden, damit die besonderen Bodenbedingungen erhalten bleiben. Optimal ist natürlich Regen zur Bewässerung, so empfiehlt sich beispielsweise das Regenwasser von den Dachrinnen per Leitung ins Moor abzuleiten. Genauso wichtig ist, dem Gartensumpf auf keinen Fall Düngemittel zu verabreichen.
Moorbeet gestalten
Grundsätzlich gibt es eine ganze Reihe von Pflanzen, die auf dem sauren Boden prächtig wachsen. Um den mysteriösen Flair von Moorgebieten zu unterstreichen, haben sich einige Pflanzenarten besonders bewährt. Besonders grazil, auf eine Art geheimnisvoll, wirken fleischfressende Gewächse im Moorbeet. Diese faszinierenden Pflanzen gehören zum Moor wie die Bäume zum Wald. Venusfalle, Sonnentau oder schlauchartige Insektenfresser wirken im Beet äußerst elegant. So ganz nebenbei halten sie uns noch einige Plagegeister vom Leib. Gestalterisch sehr schön machen sich außerdem Orchideen, hier gibt es mehrere Arten, die sich für Moorbeete empfehlen. Ihre brillanten Blüten sind echte Hingucker. Lassen Sie sich vom Fachhändler über die Gestaltung der Sumpfbepflanzung ausführlich beraten.
Neben den Gewächsen gibt es noch ganz andere Möglichkeiten um das Moorbeet naturnah zu gestalten. Argtypisch für Moore ist zum Beispiel der Baumstumpf. Setzen Sie mit mehreren dieser Stümpfe herausragende Akzente in Ihrem ganz persönlichem Feuchtgebiet. Natürlich gibt es alternativ im Handel jede Menge fertige Teile für die Gestaltung zu kaufen. Einige sind durchaus gelungen, andere wirken eher billig. Mit echten Naturprodukten können die meisten Fertigartikel optisch nicht mithalten. Mit Baumstümpfen oder anderen Naturelementen kann man immer noch das schönste Moorbeet gestalten.
