Seerosen pflegen

Seerosen Pflanzen (Nymphaea) sind eine Zierde für jeden Gartenteich, doch ihre Pflege gestaltet sich nicht so einfach. Während Seerosengewächse (Nymphaeaceaa) in wilden Teichen und Seen genügend Raum haben, sich frei zu entfalten und über ausreichend Nährstoffe verfügen, ist die Anzucht im kleinen Gartenteich schwieriger. Viele Hobbyteichbesitzer scheitern bereits am Einpflanzen.

Tipps zum Pflegen und pflanzen von Seerosen
Prinzipiell ist es einfacher Seerosen in Kübeln in den Teich zu pflanzen. So hat man nicht nur genügend Kontrolle über den Platz, sondern kann den Nymphaea Pflanzen übers Jahr gezielt Nährstoffe zufügen.

In der Regel benötigen Seerosen im Teich keinen Dünger. Teiche an sich zu düngen ist sogar gänzlich verkehrt, da sie über genügend Nährstoffe verfügen. Sollten Seerosengewächse dennoch nicht wie gewünscht wachsen, gibt man ihnen Düngerstäbchen in die Pflanzbehälter. Dies sollte jedoch nicht mehr als zwei bis drei mal von Frühling bis Sommer geschehen.

Überwinterung
Der weit verbreitete Pflege Tipp, Seerosen im Herbst aus den Teichen zu holen und in Kübeln zu überwintern, ist zwiespältig zu sehen. Im aller Regel ist die Eisdecke im gewöhnlichen Teichgewässer nicht so dick, dass sie den Rhizomen der Nymphaea Pflanze gefährlich werden könnten. Es ist also im Normalfall problemlos möglich, Seerosen im Winter in den Teichen zu belassen.

Tropische Sorten, wie Seerosen mit gelben Blättern und jene, die für flache Gewässer sind, haben da mehr Probleme mit Frost. Hier ist es ratsam sie in flache Wannen zu setzen. Die Nymphaea Gewächse können so ihre Winterpause in Ruhe beginnen. Die Lagerung von Seerosen im Kübel sollte kühl und nicht zu sonnig erfolgen.

Schneiden und umtopfen
Spezielle Pflege benötigen Seerosen nur wenn gelbe Blätter und andere Krankheitsbilder auftreten oder sie nicht blühen bzw. kümmerlich wachsen. Nach Jahren, wenn die Nymphaea zu groß für ihren Pflanzbehälter geworden sind oder sichtbare Wuchsminderung aufweisen, schneidet man sie zeitig im Jahr zurück. Umtopfen ist an dieser Stelle sehr ratsam, da sich die Seerosen dann weiter ausbreiten können.

Wie alle anderen Pflanzen können Seerosen von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Häufig sind dies Blattläuse. Die Bekämpfung dieser Plagegeister ist meist keine große Sache. Es genügt oft schon, sie abzusprühen. Der Umgang mit Pestiziden und Fungiziden aller Arten ist bei Nymphaeagewächsen mit Vorsicht zu betrachten. Chemische Zusätze gelangen schnell ins Wasser und breiten sich dort ungehindert aus. Befinden sich Wasserlebewesen wie Fische, Frösche oder Molche im Gartenteich, ist gänzlich auf chemische Stoffe zu verzichten. 

Mit etwas Pflege erscheint der Teich im Garten mit seinen Seerosen in all seiner Pracht.