Im Grunde genommen werden durch den Aufbau einer Kräuterschnecke unterschiedliche klimatische Zonen geschaffen. Das macht den besonderen Anreiz dieser speziellen Kräuter Anpflanzung aus. Der Gartenfreund kann also diverse Kräutersorten pflanzen, die alle verschiedene Bedingungen beim Klima und Boden benötigen und trotzdem optimal wachsen.
Eine Besonderheit beim Aufbau der Kräuterschnecke ist, dass die Pflanzen spiralförmig ansteigend um einen Steinhaufen angeordnet sind. Der Boden wird mit Sand gemischt was für eine sehr gute Durchlässigkeit sorgt. Die klimatischen Bedingungen für die Kräuter werden wesentlich verbessert durch einen kleinen Teich, der südlich der Kräuterschnecke angelegt wird. Das damit gewonnene feuchte Klima wirkt sich positiv auf das Wachstum der Kräuter aus. Aufgrund der Wärme- und Lichtrefflektion des Teiches, sollten an der südlichen Wand Pflanzen stehen, die viel Wärme benötigen. Die humusreiche Feuchtzone neben dem Teich bildet die besten Voraussetzungen für Kräuter wie z.B. Schnittlauch oder Minze. In der Mitte der Kräuterschnecke kann man sehr gut populäre Kräuter wie Oregano, Basilikum oder Petersilie pflanzen. Der Mittelbereich der Schnecke bietet für diese Kräuterarten ein perfektes Klima. In der oberen Zone der Schnecke herrscht ein trockenes Klima mit einem eher mageren Boden. Zum besseren Gedeihen aller Pflanzen sollte eine Drainage von innen her den Aufbau der Kräuterschnecke ausbilden. Hier wachsen besonders gut mediterrane Kräuter wie etwa Salbei oder Thymian.
Eine Kräuterschnecke hat somit viele Vorteile zu bieten. Der Bau der Schnecke und das Anpflanzen der verschiedenen Kräuter erfordert allerdings einiges an Zeit und Geduld. Dafür wird man nachher mit einer nie da gewesenen Auswahl heimischer und mediterraner Kräuter belohnt.