Der klassische Personenlift, der in sämtlichen Hochhäusern installiert ist, ist gleichzeitig die häufigste Aufzugsart. In ihm finden, je nach Bauart, fünf bis sogar über zwanzig Personen Platz. Bedienen können die Passagiere den Aufzug mithilfe von Steuerkonsolen, die in den Kabinen angebracht sind. Diese beinhalten nicht nur Bedienfelder für die einzelnen Stockwerke, sondern auch Nottasten für den Fall von Störungen.
Fürs Eigenheim: Der behindertengerechte Personenaufzug
Barrierefreiheit ist für behinderte und viele ältere Menschen sehr wichtig. Neben den verschiedenen Aufzuganlagen in großen Gebäuden, gibt es ebenso barrierefrei Lifte für kürzere Distanzen. Besonders in behindertengerechten Häusern ist diese Art von Aufzügen zu finden. Hier gilt es ebenso zwischen verschiedenen Techniken zu unterscheiden.
Stark verbreitet in privaten Haushalten sind behindertengerechte Aufzüge oder vielmehr Lifte, die im Treppenhaus installiert werden. Häufig montiert man solche Treppenaufzüge im Haus, weil keine Möglichkeit besteht, einen aufwendigen Aufzugsschacht nachträglich zu bauen. Mit Leichtigkeit können körperlich geschwächte und behinderte so 1-2 Etagen im Haus überbrücken. Zwar sind die Treppenaufzug Anlagen mit erheblich weniger Aufwand zu installieren als große Aufzugschächte. Dennoch sind sie nicht gerade billig. Die Preise für behindertengerechte Personenlifter bewegen sich ungefähr zwischen 3.000 - 20.000 Euro, je nach Art und Ausstattung. Bei dieser Preisspanne sind vorherige Beratungsgespräche verschiedener Anbieter absolute Pflicht.
Personenlift im Schwimmbad
Darüber hinaus gibt es noch weiter Hilfsmittel für den Alltag. Der Lifter im Schwimmbecken hilft Personen ohne Kraftaufwand aus dem Wasser. Angebracht werden die kleinen Lifte in diesem Fall direkt im Becken. Die wasserdichte Technik funktioniert hier auf Knopfdruck. Auf einem Sitz nimmt die Person Platz und wird vorsichtig aus dem Wasser ins Trockene gehoben.
Große Hilfe für Rollstuhlfahrer: PKW Lifter
Plattformlifte für PKW können für Rollstuhlfahrer ein Segen sein. Diese Aufzüge helfen Rollstühle in die Ladeplattform von Fahrzeugen zu hieven. Es ist möglich, diese Lifter nachträglich in die meisten PKWs zu montieren.
Lifte für schwere Lasten
Darüber hinaus gibt es selbstverständlich noch Lasten- respektive Güteraufzüge. Diese besitzen weit höhere Tragkräfte und sind vornehmlich in Industriegebäuden positioniert. Weitere Entwicklungen führten ebenfalls zu Autoaufzügen. Diese gibt es häufig in Autohäusern und Lagerstätten, wo viele Pkw auf kleinstem Raum gelagert werden. Gesteuert wird letzteres von intelligenten Computersystemen. Kranaufzüge nehmen das gewählte Fahrzeug auf und transportieren es an die gewünschte Lagerstelle oder wieder zurück zur Ausgabe. Auto- oder Lastenlifte befinden sich in geschlossenen Aufzugsschächten im Inneren von Gebäuden. Dies schützt sie vor Wettereinflüssen und macht sie weniger anfällig für Störungen.
Eine anderes Beförderungsmittel sind Baustellenaufzüge. Diese montieren Bauarbeiter an den Außenseiten von Gebäuden. Sie sind daher sehr flexibel einzusetzen und für jede Art von Bauwerk geeignet. Darüber hinaus sind Baustellenlifte mobil - in kurzer Zeit sind sie abgebaut und an anderen Baustellen wieder montiert.
Welche Hersteller gibt es?
Wer sich für den Bau von Personenaufzügen interessiert, kann auf mehrere Hersteller zurückgreifen. Zu den bekanntesten Aufzug Firmen zählen Kone, Elevator, Thyssen Krupp oder Schindler. Diese haben über Jahrzehnte viel Erfahrung mit Aufzügen gesammelt und sind auch bei schwierigen Bauvorhaben qualifizierte Partner. Dort kann sich jeder beraten lassen und die passende, maßgeschneiderte Lösung für seinen Lift finden.
DIN Norm und Maße
Personenaufzüge sind keine Kleinigkeit, beim Bau ist etliches zu beachten. Damit es zu keinen Problemen mit Zulassungen oder der Sicherheit kommt, muss der Bauherr ohnehin Fachkräfte zu Rate ziehen. Sie sind vertraut mit den aktuellen DIN Normen beim Aufzugbau und den damit verbundenen Möglichkeiten im Bau.
Besonders wer Personenlifte behindertengerecht bauen oder nachrüsten möchte, hat hier viele Richtlinien, an die er sich halten muss. So gilt nach Typ 1 für einen Rollstuhlfahrer mit Rollstuhl bis zum Gewicht von 450 kg eine Größe von 1,00m x 1,25m für den Fahrkorb. Diese Art wird in Privathäusern häufig verbaut, weil sie wenig Platz in Anspruch nimmt und verhältnismäßig preiswert ist. Selbst die Außenmontage derlei Personenlifts ist häufig problemlos möglich. Die Maße des Aufzugs lassen zu, dass er an jeder Gebäudeseite nachträglich installiert werden kann.
Aufzugabsturz: Wie hoch ist das Risiko?
Die Angst vor abstürzenden Aufzügen ist nach wie vor weit verbreitet. Da dieses Thema gerne in Actionfilmen auftaucht, lassen sich Menschen erst Recht dadurch verunsichern. Um das Unfallrisiko zu mindern und die Sicherheit moderner Liftanlagen weiter zu verbessern, sind diese alle zwei Jahre Sicherheitsprüfungen unterzogen. Aufzugabstürze sind damit in den letzten Jahrzehnten erfolgreich minimiert worden. Das Risiko eines Absturzes ist mit heutiger Sicherheitstechnik geringer als je zuvor. Trotzdem gibt es keine 100 % Sicherheit, die gibt es aber nirgendwo in der Technik.
Das häufigste Problem, mit dem moderne Aufzüge dagegen zu kämpfen haben, ist das Steckenbleiben. Eingeengt mit fremden Menschen, ein Horrorszenario nicht nur für Klaustrophobie leidende. Meist handelt es sich hierbei jedoch um relativ harmlose technische Störungen in der Computersteuerung, die zentral innerhalb weniger Minuten behoben sind. In den seltensten Fällen müssen noch Techniker ausrücken und den Personenlift manuell zu befreien. Aufzugfahren ist daher so sicher wie nie zuvor, die Gefahr, dass ein Aufzug abstürzen kann, schwindend gering.