Ein weiter Grund für die wachsende Anzahl der eigenen Nutzgärten ist die zunehmende Popularität von Bio Produkten. Selbst gepflanztes Obst und Gemüse sind einfach in ? biologische Kost pur ohne Chemie. Wer selber kein Obst anbauen möchte, kann sich mittlerweile an einer grossen Auswahl ökologischer Nahrungsmittel im Geschäft erfreuen. Vorbei sind die Zeiten, wo man sich mit einer kargen Auswahl von meist kleinen Reformhäusern zufrieden geben musste. Selbst Discounter führen jetzt ein gutes Sortiment an unbehandeltem Obst und Gemüse. Etwas nachteilig ist hier oft, dass gerade Bioäpfel, -tomaten u.a. bereits fertig abgepackt sind. Da können kleinere Reformläden wieder punkten, denn hier kann man das Obst einzeln auswählen. Erfreulich für den Ökokost Liebhaber ist, dass die ersten Bio Supermärkte auf dem Vormarsch sind. Hier hat man eine gewohnt grosse Produkt Vielfalt und trotzdem kein abgepacktes Obst. Wer glaubt, in den Supermärkten billige Biokost einkaufen zu können, wird allerdings eines besseren belehrt. Ökologische Produkte sind überall teuer, egal wo man sie kauft.
Die hohen Preise für unbehandeltes Obst und die allgemein gestiegenen Kosten für Lebensmittel sind sicherlich weitere Gründe für den Trend zum eigenen Obstanbau. Vom Gartenboom und der Do it yourself Philosophie der Deutschen profitieren vor allem auch Baumärkte, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.
Eine sehr interessante Prognose gibt es noch bezüglich importiertem Obst und anderer Import Frischware: Jüngst gab es einen TV Bericht, dass sich aufgrund des weiter steigenden Ölpreises in wenigen Jahren der Import für Deutschland nicht mehr lohnt. Mit anderen Worten, der deutsche Obst und Gemüseanbau soll zunehmend lukrativer werden. Dies würde aber auch bedeuten, dass exotische Tropenfrüchte unbezahlbar werden. Eine Prognose, die wir alle mit Spannung verfolgen.