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Birnen

Die Birne ist näher betrachtet eine besondere Frucht, das fängt schon mit ihrer flaschenartigen Form an. Ganz abgesehen vom typischen Birnen Angebot im Obstregal, gibt es eine Vielzahl Birnensorten mit gänzlich unterschiedlichen Aromen. Hier wird jeder Gaumen verwöhnt, von süß bis zur zimtartig würzigen Winterbirne. Und wie es sich für frisches Obst gehört, versorgt uns die Birne mit reichlich Nährstoffen, in erster Linie Mineralstoffe plus Vitamine.

Logisch schmecken die aromatischen Früchtchen direkt vom Baum geerntet am aller besten. Ansonsten sind Birnen vergleichbar mit Äpfeln bestens für diverse kulinarische Genüsse geeignet, viele  Rezepte, insbesondere Nachtische, wurden mit ihnen kreiert. Man denke nur an Birne Helene oder diverse Kuchenköstlichkeiten. Selbstredend eignet sich das saftige Obst auch zum einkochen oder sonstigem weiterbearbeiten.

Birnen im Garten
Natürlich möchten viele Hausgartenbesitzer selber Birnen pflanzen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, allerdings sind deren Bäume relativ anspruchsvoll, dies gilt zumindest für sämtliche spätreife Sorten. Hier ist das Augenmerk auf das klimatische Umfeld zu richten, sie mögen es nämlich gerne sonnig-warm. Diese Standortansprüche sind in manchen Gärten schwer zu realisieren, je nach Ausrichtung des häuslichen Grundstücks. In verregneten Regionen wird es noch etwas schwieriger. Wenn möglich muss ein Südlagenplatz, am besten nässegeschützt, her. Sicherlich wachsen die Birnenbäume auch unter schlechten Voraussetzungen auf schattigen, feuchten Grundstücken, die Frage ist dann nur wie das Fruchtfleisch nachher mundet. Wer keine optimalen Voraussetzungen hat, kann aber auf anspruchslosere Gattungen zurückgreifen. Als Beispiel wäre die Birne "Madame Verte" zu nennen, sie gedeiht recht gut unter ungünstigen Wetterbedingungen.

Statt einem Baum, können wir genauso Sträucher (Spindelbusch) bzw. Birnenhecken pflanzen. Hier ist man bei der Platzeinteilung deutlich flexibler, ein falsch gesetzter Busch ist im nachhinein kein Beinbruch. Bei der Baumpflanzung hingegen sieht die Sache schon anders aus, wenn dieser einmal ausgewachsen ist, dann steht er und kann allenfalls durch radikale Maßnahmen in seine Schranken gewiesen werden. Einer der häufigsten Fehler ist, dass der spätere Birnenbaumradius arg unterschätzt wird, bedenken Sie, dass dieser sieben Meter und mehr im Schnitt messen kann. Für die kleinen Birnenbüsche spricht neben dem geringeren Platzbedarf, dass wir nicht nur eine Birne oder vielleicht zwei, sondern mehrere Sorten im Garten testen können. Bei optimierter Sortimentspflanzung ist es grundsätzlich möglich etwa sechs Monate pro Jahr frische, verschieden schmeckende Früchte zu essen. Dies setzt natürlich voraus, dass wir uns für einen Mix aus frühen wie späten Birnen entscheiden, die in mehrwöchigen Abständen jeweils reifen. Übrigens verträgt kaum ein Birne länger als max. 2 Wochen Einlagerung, abgesehen von wenigen Ausnahmen.

Die Birne aus dem Supermarkt
Noch lange nicht jeder Hausbewohner hat die Möglichkeit zur eigenen Obstzucht. Wenn wir Birnen kaufen, ist leider die Auswahl verschiedener Geschmacksrichtungen nicht riesig. Letztendlich kann man fast nur die klassische Birne kaufen. Bei Äpfeln ist die Auswahl doch erheblich größer. Eins haben die Früchte jedoch gemeinsam, beide sind nur durch eine dünne Haut geschützt. In der Landwirtschaft verwendete Pflanzenschutzstoffe durchdringen teilweise die Schale, abgesehen davon wird diese meistens noch mitgegessen. Eine chemiefreie Bio Birne kann man bisweilen nur selten im Supermarkt kaufen, allenfalls zur Hauptsaison. Dafür müssen wir uns schon auf dem Weg zum nächsten Biomarkt machen.