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Brombeeren

Wenn wir im Wald Brombeeren entdecken, überkommt uns augenblicklich das Bedürfnis, die verlockend süßen Früchte vom Strauch zu pflücken. Alljährlich im Spätsommer bis Herbst zieren die Brombeersträucher mit ihren bunt gefärbten Blätter und den schwarzen Früchtchen die heimische Landschaft. Diese leckere Obstkost und zugleich  prächtige Gartenzierde kann prinzipiell jeder auf seinem Grundstück anbauen.

Brombeeren Anbau
Die guten Nachrichten zuerst: Die Brombeere gibt sich ziemlich bescheiden in punkto Untergrundbeschaffenheit und laufende Pflege. Für den Anbau dieser Kletterpflanzen wird allerdings ein Rankgerüst oder ähnliches benötigt. Viele lassen die Pflanzen auch an Zäunen hochklettern. Als Untergrund ist ein Sandgartenboden in Ordnung, nasse schwere Böden sind aber zu meiden. Wer Brombeersträucher pflanzen will (beste Zeit: Frühling), sollte den Boden am besten mit Kompost plus Mulch versorgen. Beim Reihenanbau sind Abstände von ca. 2 - 2,5 m einzuhalten, zwischen den einzelnen Sträuchern innerhalb einer Reihe kalkulieren wir je 0,4 - 0,5 m Pflanzabstand.

Beim Brombeeren Standort müssen wie schon etwas acht geben. Ihre Sträucher sind nämlich empfindlich gegenüber tiefen Minustemperaturen im Winter. Der ideale Hausgartenplatz bietet daher Kälte- wie Windschutz und gleichzeitig reichlich Sonne. Ein schützender Standort, vielleicht hinter einer Mauer oder einem Gartenhaus findet sich auf fast jedem Gelände.

Neben der Kälteempfindlichkeit gibt es einen weiteren kleinen Minuspunkt: Ihre Stacheln. Immerhin reichen die stacheligen Brombeerpflanzen aus, um sich schmerzhafte Verletzungen zu holen. Gerade für Familien mit Kleinkindern ist es daher ratsam, noch mit der Anpflanzung zu warten.

Zierde im Sommer - Ernte im Herbst
Für alle Mühe wird der eifrige Beerenzüchter belohnt. Zunächst zeigen die Brombeeren Gewächse sich optisch von ihrer schönsten Seite. Dann, wenn im Sommer ihre weiße Blütenfülle erstrahlt. Später im Herbst schmücken ihr rötlich gelbes Laub und die dunklen Beeren den Garten wie aus dem Bilderbuch. Zwischen August und Oktober ist Erntezeit, wir achten darauf das süße Obst vollreif zu pflücken, denn es reift nicht nach. Zu früh geerntet schmeckt´s entsprechend sauer.  

Wie nahrhaft ist die Brombeere?
Grundsätzlich gibt es keinerlei Zweifel, dass selbstgezüchtetes Obst einen wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung leistet. Schon gar nicht, wenn wir es unbehandelt belassen. Roh verspeist spenden die schwarzen Beeren uns unter anderem Carotin, Vitamin C, Magnesium und Kalzium. Beim Kochen werden üblicherweise viele Nährstoffe zerstört. Nichts desto trotz sind Brombeermarmelade oder -Gelee köstliche Brotaufstriche bzw. Speisezugaben. Auch Brombeeren Saft oder alkoholische Getränke erfreuen sich großer Beliebtheit.