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Erdbeeren

Den saftig roten Erdbeeren kann kaum einer widerstehen. Aus dem eigenen Garten gepflückt schmecken sie noch besser. Sowohl pur als auch als Beilage zu Kuchen und Nachtischspeisen sind die fruchtigen Beeren kaum zu toppen. Ganz abgesehen davon sind die süßen Früchte besonders Vitamin C haltig. Das beste: Für den Erdbeeranbau braucht der Frischobstfreund nicht einmal ein großes Beet, selbst auf kleinen Raum können wir selber Erdbeeren züchten. Erntezeit ist ab Mai, je nach Zuchtsorte versteht sich. Theoretisch stehen gute hundert Sorten für die eigene Kultivierung zur Auswahl.

Erdbeeren selber pflanzen
Eine ganz bestimmte Erdbeerensorte zu empfehlen ist kaum machbar, da deren Ansprüche beziehungsweise Reaktionen auf die jeweiligen Gartenboden- und Klimaverhältnisse sehr unterschiedlich sind. In gewisser Hinsicht ist hier gärtnerische Experimentierfreude gefordert, wenn eine Sorte unbefriedigende Ergebnisse liefert, versuchen wir im nächsten Jahr eine andere zu pflanzen. Lassen Sie sich außerdem beim Samen/Pflanzenhändler beraten, welche Sorte am besten zu ihren Bedürfnissen respektive örtlichen Verhältnissen passt.  

Standort und Bodenanspruch
Grundsätzlich fällt die Standortwahl auf einen offenen Sonnenplatz im Hausgarten. Halbschatten Plätze sind aber genauso möglich. Vergessen wir nicht, dass Erdbeeren im Ursprung Wald(rand)früchte sind, wo von Natur aus schon halbschattige Lagen gegeben sind. Was den Untergrund anbelangt, so sind fast alle Erdbeerpflanzen erfreulich genügsam. Sie wachsen sowohl auf Lehm- wie Sandböden als auch Untergründen von sandig-lehmiger Konsistenz. Wichtig ist aber ein humusreicher Boden. Um das Beet entsprechend vorzubereiten ist Kompostzugabe die erste Wahl.

Schädlinge
Da Erdbeeren direkt auf dem Boden liegen, sind die Früchte leichte Beute für krabbelnde wie kriechende Schädlinge, dazu zählen zum Beispiel Schnecken, Erdraupen oder Tausendfüßler. Außerdem sind sie unmittelbar auf der Erde bei feuchtem Klima besonders Fäulnis- und Pilzgefährdet (Grauschimmel). Mit einem gewissen Ertragsverlust muss der ambitionierte Beerenzüchter somit immer rechnen, zumal man ja möglichst auf Insektizide oder ähnliche Chemiezusätze verzichten will. Mehr Sorge bereiten eigentlich die Vögel, sie lieben die süßen Erdfrüchte gleichermaßen wie wir. Daher sollte unbedingt ein schützendes Netz über das Beet gespannt werden, so halten sich die Gesamtverluste in Grenzen.

Erdbeersorten
Hier ist eine kleine Auswahl aus der Vielfalt der Erdbeere. Etwas aus der "Mode gekommen" sind viele ältere Zuchtformen wie etwa die Mieze Schindler. Jene Altsorten sind meistens nicht so ausgereift und widerstandsfähig wie die neueren. Häufig leiden sie unter Krankheits- bzw. Schädlingsbefall sowie geringen Obsterträgen.

Die Erdbeere Elvira zählt zu den neuen Kultivierungsformen, sie können wir beinahe als perfekt titulieren. Neben hohen Ernteerträgen und köstlichem Geschmack zeigt sie sich weitestgehend krankheitsresistent. Die ebenfalls weit verbreitete Senga Sengana zeigt sich weniger vollkommen. Zwar glänzt diese ebenfalls mit guter Robustheit, dafür leiden die Sengana Erdbeeren schnell an Fäule. Sie munden weniger süß, leicht sauer, bieten sich aber besonders zur Tiefkühleinlagerung an.

Im Supermarktregal finden wir häufig die Elsanta Erdbeere. In der gewerblichen Landwirtschaft wird sie gerne aufgrund der guten Ernteresultate sowie ihrem beliebtem Aroma angebaut. Allerdings sind diese recht krankheits- und frostanfällig, so dass die Elsanta Erdbeeren für den eigenen Garten nur bedingt zu empfehlen sind.

In jüngster Zeit kristallisieren sich immer mehr Spezialzuchtformen heraus. Dazu gehören beispielsweise Lambada oder Polka Erdbeeren. Diese Erdbeersorten steigen zunehmend in der Gunst hiesiger Anbauer. Neben ihrem vorzüglichem Aroma glänzen jene Erdbeeren ebenfalls mit hoher Widerstandskraft.