Sauerkirsche
Sicherlich hat die Sauerkirsche nicht soviele Anhänger wie ihre süßen Verwandten, zumindest nicht wenn sie frisch vom Baum gegessen wird. Natürlich eine Frage des Geschmacks, mancher mag es halt gerne sauer. Außerdem ist die Sauerkirsche für diverse Speisen um so beliebter: heiße Kirschen zu Eis, Schwarzwälder Kirschtorte, um nur einige Anwendungen zu nennen. Dazu kommen noch die visuellen Reize, ein im Frühjahr weiß blühender Sauerkirschbaum, steht wie ein Kunstwerk in Ihrem Garten.
Sauerkirschen Sorten
Zu den prominentesten Sorten zählen Morellenfeuer und Schattenmorelle. Im direkten Vergleich ist die Frucht der Morellenfeuer Kirsche zwar kleiner, doch dafür glänzt sie mit ausgezeichneter Frosthärte. Die Schattenmorelle ist dagegen eine edle Sauerkirsch Sorte, zumindest hat sie diesen Ruf. Vollreif schmeckt sie nicht einfach sauer, ein Hauch von süßen Aroma verleiht ihr den einzigartigen Geschmack. Die süßlich-sauer Note ist genau das richtige für alle jene Obstgenießer, die einen Mix aus beidem bevorzugen. Der Name sorgt allerdings für reichlich Missverständnisse, denn Schatten mag diese Sorte genauso wenig wie sämtliche Süß- bzw. Sauerkirschbäume. Grundsätzlich sind sonnenreiche Südlagen ihr bester Standort im Garten. Speziell bei der Schattenmorelle sollten Sie mit dem pflücken warten bis die Kirschen eine dunkelrote, fast schon schwarze Farbe haben, dann kann man ihr famoses Aroma voll genießen.
Die Sauerkirsche ist robust und pflegeleicht
Insgesamt ist der Sauerkirschbaum weniger anspruchsvoll als der von süßen Kirschen. Seine ausgewachsene Baumkrone wird zudem erheblich kleiner, etwa bis zu 4 Meter Durchmesser. Entsprechend bequemer gehen Rückschnitt und andere Pflegearbeiten für den Hobbygärtner von Hand. Vorteilhaft ist zudem, dass die Sauerkirschen Blüten ziemlich robust gegen Frost sind und später blühen als die süße Kirsche. Folglich sind Spätfrostschäden eher selten zu befürchten, in der Regel kann man sich auf die alljährliche Ernte verlassen.
Weitere Vorteile der Sauerkirsche sind ihre geringen Bedürfnisse an Bodenbeschaffenheit und örtlichem Klima. Der Gartenboden darf ruhig mal etwas nährstoffärmer genau wie trocken sein. Dafür sollte der Untergrund aber bitte luftig-locker ohne stauende Nässe sein.
Auch Vogelabwehr Maßnahmen gestalten sich leichter, ein schützendes Netz lässt sich über den kleinen Baum der Sauerkirsche problemlos legen, was unbedingt empfehlenswert ist. Denn wegen seiner geringeren Größe trägt der Sauerkirschbaum wesentlich weniger Früchte, die möchte man möglichst nicht mit Amsel oder Start teilen. Bei optimalen Bedingungen können es aber durchaus 25 KG und mehr sein.
