Fleischfressende Pflanzen
Wer hinter dem Begriff Fleischfressende Pflanzen etwas wie im Film "Der kleine Horrorladen" vermutet, darf sich hier eines Besseren belehren lassen. Könnten fleischfressende Pflanzen sprechen, würden sie uns mitteilen, dass sie ganz normale Pflanzen sind. Wie jede andere auch, hat sie grüne Blätter mit Chlorophyll und produziert Kohlenhydrate aus Sonnenlicht. Selbst ihre Fortpflanzung geschieht mit Hilfe von Blüten und Bienen, wie man das gemeinhin eben so kennt. Aus welchem Grund nennt man sie nun fleischfressend?
Maßgebend für ihren Hunger ist ihr Standort. Sie wachsen zum Beispiel auf den Tafelbergen Venezuelas, in Deutschlands sauren Sümpfen und anderen kargen Gebieten. Fleischfressende Pflanzen sind also überall dort zuhause, wo gewöhnliche Pflanzen aufgrund des nährstoffarmen Bodens große Probleme haben. Sie sind praktisch das Ergebnis eines Anpassungsprozesses. Die Nährstoffarmut brachte den Einfallsreichtum der Evolution auf den Plan. Eiweißhaltige, fliegende und krabbelnde Insekten lassen sich hervorragend als Dünger verwenden. Wie aber herankommen an die begehrte Beute?


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