Standort, Pflege, Boden
Ausgewachsene Sträucher erreichen eine Höhe von 2 - 3 m. Ein kräftiger Wuchs setzt einen sehr sonnigen, trockenen Standort voraus, im Ursprung kommt Oleander aus subtropischen Regionen. Trotz der mediterranen Herkunft benötigt die Pflanze im Sommer reichlich Wasser, vor allem wenn man sie in Kübeln kultiviert. Dabei müssen Sie sich nur vor Augen halten, dass in der Natur wachsende Büsche ihr Wasser tief aus dem Boden ziehen, egal wie vertrocknet die Umgebung sein mag. Der Boden kann einen alkalischen, sauren oder neutralen PH Wert haben. In der Regel ist eine wöchentliche Düngergabe zu empfehlen. Während der winterlichen Ruhephase wird der Strauch nur noch mäßig bewässert und nicht mehr gedüngt.
Oleander überwintern gern in hellen Räumen
Die Pflanze verträgt Frost bis etwa 5 Grad Minus, eine Überwinterung im Garten kommt daher nicht in Frage. Bevor Sie den Oleander zum Überwintern ins Haus holen, sollte er so lang wie möglich im Freien bleiben. Zur Einquartierung eignen sich möglichst helle, Luft zirkulierende, kühle Räume mit Temperaturen von ca. 5 bis 10 Grad. Grundsätzlich sollte jeder Standort eine gute Luftfeuchtigkeit vorweisen, die muffige Abstellkammer ist also passe. In Frage kommen zum Beispiel Treppenhäuser oder lichte Kellerräume. Alternativ zu den Innenräumen bietet sich ein Gewächshaus oder Wintergarten an. Als Faustregel gilt, desto wärmer der Raum, desto heller muss der Oleander überwintern. Obwohl es hierzu gegensätzliche Meinungen gibt, manche Hobbygärtner stecken den Strauch in ein dunkles (warmes) Quartier.
Eine warmes Quartier kann auch unerwünschte Nebeneffekte wie die Schildlaus auf den Plan rufen. Die Läuse überwintern genauso gern wie der Oleander in kuschelig warmer Umgebung, bei solch frühlingshaften Temperaturen breiten sie sich rasant aus. Treten die Blattsauger vereinzelt auf, kann man Sie noch per Hand aufsammeln. Bei starkem Schildlausbefall hilft häufig nur die Chemiekeule. Lesen Sie für Alternativen ebenfalls das Kapitel Blattläuse bekämpfen.
Oleander zurückschneiden
Das Schneiden von Gehölzen kann Heimgärtner manchmal zur Verzweiflung bringen, kaum sonst wo gibt es soviel kontroverse Meinungen wie beim Rückschnitt. Selbst die populärsten Magazine vertreten hier gerne mal verschiedene Standpunkte. Das gute vorweg: Beim Oleander Schneiden kann fast nichts schief gehen, im schlimmsten Fall müssen Sie ein Jahr auf die Blütenpracht verzichten. Selbst ein starker Rückschnitt kann dem robusten Busch kaum schaden.
Einige behaupten, dass man den Oleander nicht zurückschneiden muss, da er ausreichende Verästelungen bildet. Wenn die Pflanze sich zu stark ausbreitet, kommen Sie ums Schneiden aber kaum herum. Verzichtet man auf den regelmäßigen Schnitt, kann es zudem sein, dass der Strauch im Laufe der Zeit immer kahler wird. Spätestens dann wird eine Verjüngung erforderlich, das heißt den Oleander radikal zurückschneiden.
Schön, aber giftig
Viele haben keine Ahnung davon, dass Oleander Pflanzen giftig sind. Beim rumwerkeln mit dem Gehölz tragen Sie am besten Handschuhe, so vermeidet man, dass Pflanzensäfte in etwaige wunde Stellen kommen. Gerade beim Schneiden des Oleander können schnell, kaum spürbare, Miniverletzungen entstehen. Hinterher sollten Sie sich zudem gründlich waschen. Obwohl der Strauch giftig ist, hält sich die Vergiftungsgefahr für Kinder in Grenzen. Das Laub der Büsche hat nämlich einen so bitteren Geschmack, dass man im Grunde von ungenießbar sprechen kann. Bereits kleine Mengen des Giftstoffes können zu Krämpfen, Magenbeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerz führen. Trotz des widerlichen Geschmacks des Oleander ist bei Kindern im Haus Vorsicht geboten.