Pflanzenstoffe

In unsere täglichen Ernährung zählen Pflanzenstoffe aus Gemüse plus Obst zu den wichtigsten Bausteinen für Gesundheit und Heilung. Die Forscher unterscheiden dabei primäre wie sekundäre Pflanzenstoffe. Ersterer sind die wichtigsten, lebensnotwendigen Bestandteile der Gewächse. Die Primärstoffe sind unter anderem für Aufbau und Wachstum verantwortlich. Diese bestehen vor allem aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten und sind praktisch die Grundelemente jeglicher Pflanzen. Für den Menschen sind jene Nährbausteine genauso wichtig zur Erhaltung des Lebens.

Die sekundären beziehungsweise bioaktiven Stoffe sind im ersten Moment vielleicht nicht überlebensnotwendig, doch sie erfüllen zahlreiche elementare Funktionen in der Welt der Gewächse. Sie dienen beispielsweise zur Färbung oder zum UV-Licht Schutz.  Zwar ist dieses Pflanzenstoffgebiet bisweilen weitaus weniger erforscht als der Primärsektor, doch die Forschung stuft die bioaktiven Pflanzenstoffe als immer wichtiger ein. In den vergangenen 10 - 15 Jahren wurden Verbraucher zunehmend mit Begriffen wie Radikalfänger, Antioxidantien oder ähnlichem konfrontiert. Genau solche sind es, die u.a. als krebsheilend, sogar lebensverlängernd eingestuft werden. Für sämtliche Krankheiten wie Kreislauf- oder Herzbeschwerden gelten die pflanzlichen Verbindungen als kleine Wundermittel. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder vorm Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen geredet. Es mutmaßt schon recht makaber, dass die Pflanzen uns jetzt vor unserer eigenen Umweltzerstörung bewahren sollen.

Heilende Pflanzenstoffe sind in aller Munde

Gesundheit wird wieder sehr groß geschrieben, nicht nur in Deutschland. Selbst beim Trendsetter USA gibt es, allen Burgerbuden zum Trotz, seit Jahren einen ungebrochenen Boom Richtung Bioartikel, vegetarischer oder gar veganer Ernährung. Sogar die Fleischklops Kette Nr. 1 offeriert Salate und "Health-Menüs" als hätte es hier nie was anderes gegeben. Leider hat der Boom auch viele Trittbrettfahrer und künstliche, vermeintliche Gesundheitsprodukte zum Vorschein gebracht. Vor allem die Kreativität der Lebensmittelindustrie und Pharmalobby ist schier grenzenlos. Jede hochpreisige Wunderpille wird mit vielen natürlichen Pflanzenstoffen angepriesen. Alleine im Internet werden Millionen solcher Produkte angeboten.

Beim Erhitzten und weiterverarbeiten werden die ehemaligen Naturstoffe verändert. Das gilt im Grunde auch für alles, was wir in der Pfanne brutzeln oder im Kochtopf baden. Wenn Sie wirklich etwas für Ihr Wohlbefinden tun wollen, sollte soviel Rohgemüse + Obst verzehrt werden. Was spricht eigentlich dagegen, den Tag mit Bananen und Äpfeln zu starten, statt mit verzuckertem Müsli? Eine gute Angewohnheit ist vielleicht, grundsätzlich  als Vorspeise einen kleinen Salat zu essen. Mehrmals täglich heilbringende Pflanzenstoffe zu verzehren ist eigentlich gar nicht schwer, alles eine Frage der persönlichen Essensgewohnheiten.

Gesundheit aus dem eigenen Hausgarten schöpfen
Die Natur hat Milliarden von Jahren gebraucht um eine perfekte Flora zu schaffen, diese positiven Urkräfte sollen sich beim Verzehr von Salat, Tomaten, Äpfeln usw. auch auf den Menschen übertragen. Das fleißige Gärtnervolk ist hier klar im Vorteil, die kerngesunde Kost aus dem Garten ist eben nicht zu toppen. Kein Wunder also, dass immer mehr Bürger selber Obstbäume und Gemüse züchten, da hat die neue Popularität der Pflanzenstoffe sicherlich großen Anteil dran.