Kein Wunder also, dass die gepunkteten Käfer zu den beliebtesten Motiven überhaupt zählen und als glückbringendes Symbol gelten. In einigen Ländern der Welt werden schon seit langem Marienkäfer importiert beziehungsweise gezüchtet, bekannt dafür ist zum Beispiel Kalifornien in den USA. Bis zum heutigen Tag wurden dort ca. eine halbe Milliarden Exemplare gezüchtet und zur Schädlingsbekämpfung auf den Plantagen eingesetzt.
Marienkäfer Arten und Feinde
Es gibt viele unterschiedliche Arten in allen möglichen Farben und Punktierungen, wovon nur wenige bekannt sind. Der mit Abstand populärste Vertreter ist der orangefarbene Siebenpunkt Marienkäfer, er gilt zudem als fleißigster Blattlausfresser. Die auffällige orangene Farbe mit den Punkten hat durchaus einen Sinn, sie ist als Warnzeichen für Angreifer zu verstehen, die Marienkäfer sind nämlich nur schwer zu genießen. Trotzdem haben sie eine ganze Reihe Insektenfeinde, welche die Käfer meist parasitieren. Dazu zählen Fadenwürmer, Milben und die auf Marienkäfer spezialisierte Brackwespe, diese macht ihnen das Leben besonders schwer. Sie legt ein Ei unter des Käfers Flügel, die schlüpfende Larve frisst seinen Wirt langsam von innen auf. Ein Szenario, welches sich tausendfach in der Insektenwelt so oder ähnlich abspielt. Weitere natürliche Feinde sind räuberische Wanzen sowie Laufkäfer. Auch Tiere haben den Marienkäfer auf der Speisekarte, allen voran Amphibien, Vögel und Mäuse.
Ansonsten verfügt der Marienkäfer noch über weitere Schutzmechanismen. In bedrohlichen Situationen stellt er sich durch einziehen seiner Beine einfach tot. Zudem kann er eine ekelige gelbe Flüssigkeit absondern. Diese ist kein Urin, wie man fälschlicherweise annehmen könnte, sondern soll potentiellen Angreifern nur den Appetit verderben.