Raubmilben

Im Hausgarten sind die Raubmilben nützliche Helfer für uns. Meist gehen sie in Bäumen auf Beutejagd, vor allem die schädliche Spinnmilbe zählt zu ihrem bevorzugten Opfer. Ausgewachsene Raubmilben können täglich bis zu zwanzig dieser lästigen Schädlinge vernichten. Ansonsten fressen die blitzschnellen Räuber noch andere Milben und manchmal auch Pilze. Neben den für Gärtner hilfreichen gibt es aber genauso einige weniger willkommene Arten, die sich in erster Linie an Tieren vergreifen und praktisch von deren Haut leben. Typisch sind deren kräftigen Fänge, mit denen sie sich am Wirt festhaken.

Raubmilben als natürlicher Pflanzenschutz
In der heimischen Landwirtschaft, insbesondere beim biologischen Anbau von Obst, wird die Raubmilbe sogar bewusst  zur Bekämpfung ausgesetzt. Weitere Einsatzgebiete innerhalb Europa sind Wein- Gemüse- oder Ziergewächseanbau. Dabei sorgen die räuberischen Milben unter anderem für die Dezimierung von Thripsen, Schildlauslarven, Kräuselmilben und vielen weiteren Arten.

Eine Zeit lang waren die Bestände an Raubmilben Vorkommen beträchtlich in Deutschland eingebrochen, eine Folge des ausgeprägten Einsatzes von chemischen Schutzmitteln. Weniger anfällige Insekten, allen voran die Spinnmilben, überlebten das Gift weitestgehend und breiteten sich überall exorbitant aus. Inzwischen hat man aus den Fehlern gelernt, so kommen immer mehr Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, die sich gezielt gegen bestimmte Schädlinge richten ohne den nützlichen Insekten zu schaden. Folglich haben sich die Raubmilben in den letzten Jahren wieder stark in der freien Natur sowie hiesigen Gärten vermehrt.