Mähroboter

Neue Erfindungen braucht die Gartenwelt der Mähroboter ist eine davon. Manche sehen den automatischen Mäher als technische Raffinesse schlechthin, andere kritisieren ihn als unnützes Spielzeug. Im Haushalt sind Roboter als selbständige Staubsauger schon auf dem Vormarsch, vielleicht erobern sie auch bald den Rasen

Zur Zeit dominieren die Mähroboter Husqvarna, Robomow sowie Ambrogio den Markt. Die findigen Hersteller haben die raffinierten Geräte in den Handel gebracht, damit diese das Leben des Rasenbesitzers erleichtern. Schließlich zählt das regelmäßige Gras Schneiden zu den mühsamsten Aufgaben im Sommer, insbesondere für Besitzer großer Rasenanlagen. Die Anzahl jener, die noch mit mechanischen Handmäher zu Werke gehen, schrumpft ohnehin seit Jahren. Selbst auf den kleinsten Flächen werden längst Elektro- beziehungsweise Benzin Rasenmäher eingesetzt. Der vollautomatisierte Mähroboter ist nun praktisch das i-Tüpfelchen obendrauf, ein Meilenstein in der Entwicklung der Bequemlichkeit. In wie fern der Einsatz elektrischer Maschinen respektive Roboter auf 15 m² Rasen sinnvoll ist, muss jeder Hausgärtner für sich selbst entscheiden. Insbesondere im Hinblick auf Umwelt und laufende Betriebskosten. Hingegen kann man bei großen Grünflächen auf automatische Mähhilfen kaum verzichten. Mal ganz zu schweigen von Parkanlagen, Fussballfeldern, Liegewiesen oder Golfplätzen. Hier leisten selbstständige Schneidemaschinen seit längerem schon wertvolle Dienste.

Was leisten Mähroboter?
Funktion und Sinn dieser Hightech Gartengeräte sind schnell erklärt. Die Mäher sollen die komplette Grasfläche völlig eigenständig abschneiden während man selbst gemütlich im Sonnenstuhl verweilt. Das klingt verlockend, zumal der Roboter noch andere Raffinessen zu bieten haben. So soll das Schneidegerät Hindernisse jeglicher Art erkennen, ganz gleich ob Pflanzen, Dekorationen oder Tiere. Stimmen die Angaben der Hersteller, brauchen Sie sich demnach keine Sorgen machen, dass die Lieblingskatze Ihrer Tochter unter die Scheren kommt. Der Mähroboter soll um alles herumfahren, was nicht flach am Boden wächst. Damit nicht genug, er sucht sich seine Stromstation selbstständig und lädt sich von alleine auf. Außerdem können Sie per Timer Programmierung genau bestimmen zu welchen Tageszeiten der Mäher seinen Dienst beginnt.

Der Hype um die Mähroboter ist groß, doch in der Praxis zeigen sich Grenzen. Insbesondere in schwierigen Ecken oder an den Rasenkanten wird von Schwächen bei der Gründlichkeit berichtet. An einigen Stellen muss von Hand nachgeschnitten werden. Die Frage ist auch, was der fleißige Helfer alles als mähbar erkennt. Außerdem sollen die Roboter in der Gesamtheit noch nicht so selbstständig arbeiten wie viele es sich wünschen. Am meisten Arbeit macht das Verlegen des Kabels, welches den Einsatzbereich der Maschine abgrenzt. Dies ist enorm wichtig, ansonsten schnibbelt das Gerät nachher im Rosenbeet herum. Die Kabelinstallation ist gewiss nichts für ungeduldige Technikmuffel. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt dafür die Hilfe des Händlers in Anspruch.

Nach Meinung von Experten werden aber sämtliche Schwachpunkte bald verschwinden. Spätestens dann steht dem Siegeszug der praktischen Roboter wohl nichts mehr im Wege. Vielleicht schneiden die Mähroboter schon bald so selbstverständlich das Gras wie heute die elektrische Rasenmäher.