Shiitake Pilze züchten

In Japan und China gehört der Shiitake Pilz nicht nur zum Speiseplan, sondern wird ebenso für medizinische Anwendungen genutzt. In Asien findet sich zudem die eigentliche Heimat dieser bräunlichen Pilze, welche in Europa und den USA nur in Zuchtbetrieben zu sichten sind.

Dieser äußerst beliebte Speisepilz gehört zu den am häufigsten angebauten Pilzen überhaupt. Wer ihn sich nach Hause holen möchte, kann daheim Shiitake Pilze selbst züchten. Die eigene Pilzzucht ist allerdings nicht so ganz einfach.

Beim Shiitake Pilz handelt es sich um eine Art, die direkt am Baum wächst. Als erstes wird also ein guter Wirt gesucht. Am besten geeignet sind Laubhölzer mit Durchmessern von 15 bis 25 cm.  Das Pilzmyzel, welches überhaupt dafür sorgt, dass die Shiitake am Baum wachsen, gibt es direkt beim Züchter.

Mithilfe von gebohrten Löchern oder gefrästen Schlitzen, werden Öffnungen in das Holz gebracht. In diese das Shiitake Myzel geben, das sogenannte Impfen. Wichtig ist, dass das Holz von keinen anderen Pilzsporen befallen sein darf. In der Regel ist das Shiitake Myzel in die Form von Dübeln gepresst und lässt sich so leicht dosieren und impfen.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, wie sich die geimpften Hölzer lagern lassen. Die eine ist im Haus, also Keller oder Garage, die andere im Freien. Bei ersterem sollten die Baumstämme in einer Folie bzw. Plastiksack eingewickelt sein. So wird das Austrocknen verhindert. Bei Lagerung im Freien, wird über das Holz Stroh gehäuft und dann mit dunkler Gartenfolie bedeckt. In die Folie Löcher bohren, damit Feuchtigkeit  hinein gelangen kann

Während der Keimzeit der Shiitake Pilze, ist es unbedingt notwendig das Holz zu bewässern. Hierfür eignet sich am besten gesammeltes Regenwasser. Im Keller genügt ein regelmäßiges Besprühen der Pilze, während im Garten Regen ausreicht. Sollte es dennoch zu längeren Trockenperioden kommen, sollte auch hier künstlich nach gewässert werden.

Nach acht bis zwölf Monaten zeigen sich die ersten Shiitake Pilze. Anfänglich nur einige und mit der Zeit immer mehr Pilze. Im Regelfall ist ein Stamm sogar bis zu fünf Jahre nutzbar. In dieser Zeit bilden sich immer wieder neue Pilze aus, die geerntet werden können. Sollte das Holz morsch werden und auseinander fallen, könnte auch eine frühere Entsorgung nötig sein.