Süßkirsche pflanzen
Wenn Sie ein großes Hausgartengrundstück Ihr eigen nennen, könnte sich daher alleine aus wirtschaftlicher Sicht ein Süßkirschbaum lohnen. Mal ganz abgesehen davon blüht der Baum im Frühjahr im spektakulären weißen Blütenkleid, einen schöneren Blickfang kann´s im Garten kaum noch geben. Wer die Süßkirsche pflanzen will, darf keineswegs den Raumbedarf des später ausgewachsenen Baumes unterschätzen. Gerade die Süßkirschbaum Krone geht mächtig in die Breite, ein Durchmesser von 8 m und mehr ist keine Seltenheit, am besten sind wenigstens 70 m² Fläche zu veranschlagen.
Das Kirsch-Vogelproblem ist allseits bekannt, die Süßkirsche lieben die gefiederten Tiere ganz besonders. Ein kleiner bis mittelgroßer Baum kann noch recht einfach mit einem Schutznetz umspannt werden. Fast unmöglich wird die Sache mit dem Netz bei einem erwachsenen Süßkirschbaum, dessen gigantische Krone kann man meist nur zum Teil vor Vögeln schützen. Allerdings wachsen die süßen Kirschen unter idealen Bedingungen so zahlreich, dass Mensch wie Tier genügend davon abbekommen. Je nach Größe und Zustand des Baums sind durchaus 80 ? 130 Kilogramm oder noch mehr zu erzielen. Welche Familie kann die schon alle auf einmal verspeisen?
Boden und Standort der Süßkirsche
Die maximalen Kirscherträge erzielen wir, wenn unser Baum auf einem luftig-lockeren, tiefen und humushaltigen Gartenboden wächst. Dazu ein Tipp: Schauen Sie sich im nachbarschaftlichen Umfeld mal um, wer bereits die Süßkirsche erfolgreich züchtet, ein Tipp den man durchaus für weitere Zier- wie Nutzpflanzen beherzigen kann. Denn somit ist weitestgehend ersichtlich, wie gut sich die örtlichen Bodenverhältnisse und Klima für unsere Zucht eignen.
Sommerliche Trockenperioden überstehen die Süßkirschbäume in aller Regel schadlos, sie können längere Zeit von der Wasservorräten zerren. Zu feuchte, staunasse Böden schaden den Bäumen sogar, erst recht wenn sie zu schattenlastig stehen. Ohnehin ist ein zu feuchtes Klima problematisch, denn bei häufigen Regen können die Süßkirschen schnell aufplatzen. Zwar sind Mini Fruchtrisse nicht dramatisch, ist die Kirsche aber weit geplatzt, sieht´s nicht mehr sonderlich appetitlich aus. Ein weiteres Problem ist die Spätfrostanfälligkeit der zarten Süßkirschblüte. Im absolut schlimmsten Fall kann man fast die gesamte Ernte verlieren.
Die gärtnerische Mühe wird belohnt
Sicherlich gibt es stressfreiere Obstsorten als die Süßkirsche. Doch Trotz mancher Querelen ist der Anbau durchaus empfehlenswert. Spätestens wenn Sie die dunkelroten, saftig süßen Kirschen vom Baum pflücken und herzhaft in das knackige Fruchtfleisch beißen, weiß man warum. Hausgärtner, die nur über wenig Platz auf ihrem Grundstück verfügen, müssen keineswegs verzagen. Denn es muss nicht unbedingt ein großer Süßkirschbaum sein. Eine echte Alternative sind nämlich Minibäume - Süßkirschen Spindel-Büsche - die kaum höher als 3 Meter wachsen. Diese Art von Anbau hat eine Reihe von Vorzügen zu bieten: Geringer Platzbedarf, leicht abzuernten, einfacher zu pflegen, die kleinen Pflanzen sind bequem vor Vogelfraß zu schützen und last but not least kann man direkt mehrere Sorten Süßkirschen pflanzen.
Süßkirschen Sorten
Zu den meist gepflanzten Sorten zählen Van, Lamperts Compact, Heidelfinger sowie Burlat. Gerade wenn Sie Spindel-Büsche statt großer Bäume pflanzen, sind mindestens zwei verschiedene Sorten zu empfehlen. Zum einen hat man so verschiedene Geschmackserlebnisse, zum anderen wird jede Süßkirsche zu unterschiedlichen Zeiten reif.