Daneben gibt es Insektizide aber auch als Kontaktgift, das dementsprechend bei einer körperlichen Berührung durch das Insekt bereits wirkt oder solche, die gezielt eingesetzt werden, um die Eier oder Larven der Schädlinge abzutöten. Weitere Arten von Insektiziden wirken vor allem im industriellen Bereich durch den gezielten Einsatz von anderen Pilzen oder auch Fadenwürmern sowie Bakterien und Viren.
Der Einsatz einer solchen chemischen Keule im privaten Garten oder gar dem eigenen Haushalt ist allerdings auch für den Menschen nicht ungefährlich und sollte daher genau abgewogen werden. So führt der Einsatz chemischer Pflanzenschutz Mittel bereits bei sehr geringen Sprühmengen zu einer erheblichen Schadstoffkonzentration im Haushalt, selbst ausgiebiges Lüften reicht meist nicht aus, dieses zu ändern, sodass der Mensch in der Regel das Gift der Insektizide immer auch selber aufnimmt. Dabei können erhebliche gesundheitliche Schäden auftreten, von schweren allergischen Reaktionen und Reizungen der Haut und der Atemwege über Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfen bis zu Lähmungen, Seh- und Gehstörungen und sogar Leber- und Nierenschäden oder einem Herz- und Kreislaufstillstand. Da die Belastung von chemisch behandelten Lebensmitteln seitens der Industrie und Landwirtschaft ohnehin schon hoch für den Verbraucher ist, sollte man im eigenen Haus und Garten möglichst auf Insektizide verzichten. Gerade für den Garten gibt es eine Reihe biologischer Pflanzenschutzmittel. Ein natürlicher Pflanzenschutz sollte als mögliche Alternative immer geprüft und ein chemischer Pflanzenschutz nur als letzte Lösung betrachtet werden. Wenn Insektizide sich als einzig wirksame Maßnahme herausstellen, sollten sämtliche Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Gesundheit getroffen werden, wie etwa Atemmasken. Beim Fachhandel erhält man alle notwendigen Informationen.