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    Kirschbaum im Garten - Standort, Vor- und Nachteile

    Beim Obstanbau hat der Kirschbaum eine Art Sonderstellung. Denn im weitesten Sinne zählen Kirschbäume zu den am meisten lohnenden Nutzpflanzen. Erstens bescheren sie uns eine reichhaltige Ernte, ein prächtig gewachsener Baum kann unter idealen Standortbedingungen zwischen 100 – 200 KG Kirschen auf seinen Ästen tragen. Gut, ähnliche Resultate sind hinsichtlich Gewicht mit Äpfeln oder anderen Früchten auch zu erzielen. Doch was den Kirschbaum als zweites so attraktiv macht, ist die Tatsache, dass die Kirsche eine ziemlich teure Frucht im Laden ist. Weil das Abernten dieser kleinen Süßlinge in der gewerblichen Landwirtschaft recht aufwendig ist, werden sie entsprechend hochpreisig beim Händler angeboten. Grundsätzlich ist eben alles was klein und schwierig zu pflücken ist relativ teuer, dieser Effekt wir bei manchen Beerensorten noch deutlicher.

    Des weiteren ist der Kirschbaum optisch durchaus reizvoll. Einfach herrlich, wenn er im Mai in voller weißer Blütenpracht erstrahlt. Gut platziert wird er zum echten Blickfang auf unserem Gartengelände.

    Was ist der optimale Standort für Kirschbäume?
    Wer ein oder mehrere Süßfrucht Kirschbäume pflanzen will, muss wissen dass diese etwas höhere Ansprüche im Garten stellen als die sauren Sorten. Optimal ist ein humusreicher, tiefer und lockerer Boden damit die Bäume viele Früchte tragen

    Sauer- oder Süßkirschbaum
    Am Geschmack scheiden sich eben die Geister. Die süße, knackige Kirsche schmeckt hervorragend frisch gepflügt. Die sauren Sorten werden eher eingemacht denn direkt verzehrt. Übrigens wird die Krone des Sauerkirschbaums erheblich kleiner als die der Süßkirsche.

    Vögel lieben Kirschbäume
    Aus Kostensicht und gestalterischen Gründen spricht demnach manches für die Kirschbäume. Aber wo liegen die Nachteile? Eins der größten Probleme sind unsere gefiederten Freunde, denn die Kirschfrüchte zählen definitiv zu ihrer favorisierten Kost. Gegen Amseln und andere Vögel ist der Hobbyzüchter mehr oder weniger machtlos. Wen es tröstet, auch beim professionellen Anbau sieht´s kaum besser aus, dort treiben abwehrende Maßnahmen die Kosten zusätzlich in die Höhe.

    Beim kleinen Baum hilft ein Netz
    Als letzte Bastion gegen die Vogelinvasion hilft wohl nur ein Netz, beim Kirschbaum Riesen mit gigantischer Krone wird die Sache aber unter Umständen schwierig. Wenigstens Teilbereiche der Bäume lassen sich aber somit verteidigen. Auf Vogelscheuchen oder ähnliche Maßnahmen kann man wohl getrost verzichten.

    Grundsätzlich muss aber kein privater Kirschzüchter Hassgefühle gegenüber den Tieren entwickeln. Zum einen können wir es sportlich sehen und brüderlich mit Amsel und Co. teilen. Auf einem großen, gut gepflegten Baum reifen Massen von Kirschen gleichzeitig, die wenigsten können diese alle pflücken, verzehren respektive einfrieren. Beim kleinen Kirschbaum sind die wenigen Früchte natürlich wertvoller, hier helfen Netze aber recht gut weiter. Was man dabei keineswegs vergessen darf: Die Kirschen fressenden Vögel sind gleichzeitig wertvolle Nützlinge, die uns zahlreiche Insekten vom Leib halten, welche ansonsten Schaden am Obst oder Baum angerichtet hätten. 


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