Gartenmauer bauen: Wichtige Tipps!

    Immer mehr Hausbesitzer bauen ihre Gartenmauer selber. Die meisten wollen durch den Selbstbau Geld sparen und verzichten lieber auf teure Handwerksfirmen. Andere sehen den Eigenbau als Hobby und haben Spaß daran, Dinge zu erschaffen. Kleine Mauern dürften auch die meisten hinbekommen, bei Mauern mit über 1 Meter Höhe ist jedoch eine Fachfirma zu empfehlen. Wer eine Gartenmauer errichten möchte, hat verschiedene Gründe. Zum Einen bietet sie Wind- und Sichtschutz. Zum Anderen kann eine schöne Mauer wunderbare Akzente im Garten setzen. Sie trägt damit im wesentlichen zu einer gelungen Gartengestaltung bei.

    Besonders aufwendig: Das Mauer-Fundament

    Wer selbst eine Gartenmauer bauen will, muss wissen, dass der Aufwand für große Mauern beträchtlich sein kann. Was den Bau einer großen Gartenmauer aufwendig macht, ist insbesondere das Fundament, das in ca.  0,7 bis 0,8 Meter tief erstellt werden muss. Das ist notwendig, um die Mauer auch bei Frost stabil zu halten.

    Die einfachste Variante: Gartenmauer aus Natursteinen setzen

    Aus welchen Steinen will man nun seine Mauer bauen? Besonders reizvoll sind Natursteinmauern, die sich in naturnahen Gärten perfekt ins Gesamtbild fügen. Trotzdem gehört ästhetisches Feingefühl dazu, solche natürlichen Mauern harmonisch dem Garten anzupassen. Allein das richtige Aufschichten der ungleichen Steine ist schon eine Kunst für sich.

    • Ist die Wahl auf Natursteine gefallen, ein wichtiger Tipp: Kaufen Sie lieber ein paar Steine zu viel! Ansonsten können Sie später eventuell nur noch Steine nachkaufen, die sich zu stark von den bereits verbauten unterscheiden.
    • Für den Bau einer Natursteinmauer hat man 2 Möglichkeiten: Die Erste ist, die Mauer klassisch mit Wasserwaage und Mörtel zu errichten. Die zweite ist, die Gartenmauersteine trocken aufeinander zu stapeln, was den Bau vereinfacht. Dieser unsymmetrische Look aus losen Natursteinen hat durchaus seine Reize, ist aber nicht jedermanns Sache. Viele empfinden eine Trockenmauer aus losen Steinen als instabil. Ohnehin sollte niemand eine trockne Gartenmauer bauen, die höher als 1 Meter ist. Am besten ist ein maximale Höhe von 0,5 Metern. Bei einer niedrigen Mauerhöhe ist normal auch kein Beton-Fundament nötig. Stattdessen bietet sich z.B. Schotter als Untergrund an.
    • Natursteine müssen möglichst so geschichtet werden, wie sie ursprünglich in der Natur lagen, ohne dass dabei große Fugen entstehen. Wackelige Steine, die sich nicht exakt einbauen lassen, können durch Einsatz von Kies bzw. kleinen Steinen stabilisiert werden. Steht schwerer Boden an, wird die trockene Mauer von hinten mit einer Dränschicht aufgefüllt. Um zu vermeiden, dass die Gartenmauer unterspült wird, verlegt man zusätzlich ein Ablaufrohr.

    Für moderne Gärten: Gartenmauer aus Betonsteinen bauen

    • Betonsteine empfehlen sich zum Bau moderner Gartenmauern.
    • Aufgrund des hohen Gewichts ist normal kein spezieller Untergrund erforderlich. Sinnvoll ist aber eine 8-12 cm hohe Kiesschicht.
    • Betonsteine gibt es in allen möglichen Formen: von eckig bis rund, mit diversen Oberflächen. Dennoch  kann eine deplazierte Betongartenmauer wie ein Klotz wirken, wenn die Mauer nicht zum Haus und Garten passt. Dazu ein praktischer Tipp: Nehmen Sie ein paar möglichst große Fotos von Haus und Garten mit zum Baumarkt, um vor Ort besser beurteilen zu können, welche Steine passen.

    Praktisch und schön: Klinkermauer errichten

    • Wem Betonsteine zu kühl wirken, der kann alternativ eine Gartenmauer aus Klinkersteinen bauen. Klinkersteine kommen mit ihren natürlich wirkenden Farben Natursteinen am nächsten.
    • Flachgebaute Klinkermauern können im Garten sehr schöne gestalterische Effekte erzielen - etwa am Wegesrand entlang.
    • Die Klinker sollten natürlich zum Haus passen. Zum rotgeziegeltem Haus eine weiße Gartenmauer zu setzen, ist meist die falsche Wahl - auch wenn solche Kombinationen in deutschen Gärten häufig auftauchen.