Planung ist alles. Das gilt auch beim Gestalten und Bauen von Gartenwegen. Schließlich soll der Weg mit dem Garten harmonisieren. Soll heißen: Baumaterialien wählen, die zum Garten passen.  Wichtig ist auch, möglichst kurze Gartenwege anzulegen. Um den kürzesten Weg zum Ziel zu bieten, müssen wir eventuell einen schräg verlaufenden Gartenweg anlegen. Ist nämlich der Weg zu lang, neigt man dazu, ihn zu verlassen und Abkürzungen durchs Beet zu nehmen.

    Im folgenden verraten wir Ihnen praktische Tipps und Tricks:

    Wege mit Abzweigungen bauen

    • Abhängig von Funktion und Größer der Fläche legt man in der Regel nicht nur einen Hauptweg an, sondern mehrere Abzweigungen.

    • Der Hauptweg, etwa 0,5 Meter breit, führt meistens von der vorderen oder hinteren Haustür zum Nutzgarten, Pavillon oder anderen Punkt im Garten.

    • Der Hauptgartenweg ist stets trocken und gesäubert zu halten und sollte gut zugänglich sein.

    • Nebenwege werden zum Beispiel am Frühbeet entlang oder mitten durch den Gemüsegarten gebaut. Sie brauchen keine großen Anforderungen zu erfüllen. Da können wir auch mal mit locker hingelegten Platten improvisieren.

     

    Gartenweg mit Kies oder Rindenmulch anlegen

    • Ein Kiesweg hat viele Vorteile: Hohe Rutschfestigkeit, keine Wasseransammlung und gute Begehbarkeit. Und wir können mit Kies einen beliebig geformten Weg anlegen.

    • Eine gute Alternative sind Wege aus Rindenmulch. Ein Mulchweg hat quasi die selben Vorteile wie ein Kiesweg und kann natürlich beliebig gebaut werden.

    • Nachteile von Kies und Rindenmulch: Sie können schnell den Weg „verlassen“. Vor allem Kinder verteilen Kieselsteine und Mulch gern auf dem Grundstück.

    Gartenweg aus Stein oder Holz bauen

    • Bitte bedenken: Große Steinplatten schränken uns beim Wegebau ein. Ein Bogenweg ist damit kaum möglich.

    • Bögen funktionieren aber gut mit Pflastern aus kleinen Steinen. Modern sind hier unsymmetrische „wilde“ Granitwege mit verschieden großen Steinen.

    • Für eine große Fläche hingegen, etwa ein Autostellplatz, bieten sich symmetrische Betonplatten an.

    • Sämtliche Steinplattenwege haben einen Nachteil: Sie können gefährlich rutschig werden.

    • Auch Holzwege werden rutschig. Lärchenholz-Bohlen sind wunderschön, sollten aber nicht im Schatten liegen, damit sie stets Sonnentrocken sind.

    • Wenn wir einen Gartenweg aus Holz anlegen, ist auf Lüftung unterhalb des Holzes zu achten. Dazu baut man die Holzflächen auf Pfosten über dem Gartenboden. Unterm Holz wird Kies gelegt. Er leitet das Wasser ab.

     

    Kombinierte Wege errichten

    • Natürlich können wir auch verschiedene Materialien verbauen. Dadurch entstehen optisch herrliche Effekte.

    • Sehr schön wirken gerade Steinplatten, die an rundlich gelegten Pflastersteinen grenzen. Lange Wege können wir durch Kiesel oder Pflanzen an mehreren Stellen trennen. Hier ist Phantasie gefragt.

    • Achtung: Nicht zu viele verschiedenartige Wege anlegen. Sonst wirkt der Garten nachher wie eine Ansammlung von Materialien - wie wild zusammengewürfelt. Faustregel: Mehr als 2 unterschiedliche Baustoffe sind meist zu viel.

    • Ideen für den Gartenweg sollte man nicht als erstes im Baumarkt suchen. Dort wird man mit einem riesen Angebot „erschlagen“. Viel Auswahl ist zwar schön, zuviel Auswahl kann aber stressig werden, vor allem bei noch wagen Vorstellungen.

    • Gute Anregungen geben die Umgebung und die Baustoffe des Hauses. Gibt es Holzelemente am Haus? Wie ist der Fußboden im Erdgeschoss? Am besten alles genau anschauen und dann entscheiden, welche Wegmaterialien zum Haus passen. Dann wird die Wahl im Baumarkt auch leichter.