Keimsprossen selber ziehen

    Selber Keimprossen aus Saaten zu ziehen ist in. Zum Einen sind Keimprossen gesund. Zum Anderen ist es deutlich günstiger, Keimsprossen selber zu machen als bereits gekeimte zu kaufen. Auch der experimentelle Reiz spielt eine Rolle. Es ist spannend, die winzigen Sprösslinge in ihrer Urkraft zu beobachten. Und sie schmecken gut. Vor allem im Salat. Wer Sprossen ziehen will, kann sich in erster Linie zwischen süß und scharf entscheiden. Süße Sprossen kommen zum Beispiel vom Weizen. Hingegen sind Radieschen Keimsprossen scharf.

    Anleitung zum selber machen: Keimsprossen ziehen

    Es gibt verschiedene Methoden, um aus Saaten Sprossen zu ziehen. Die Aufzucht ist unter anderem von der jeweiligen Art abhängig. Im Fachhandel gibt es teure wie billige Saat. Man sollte den biologisch angebauten Samen den Vorzug geben. Selbst die teuersten sind immer noch deutlich günstiger als bereits gekeimten Sprossen.

    Mit dieser Methode gelingt die Keimung in der Regel gut:

    1. In eine leeres Gefäß, zum Beispiel ein Einmachglas, Küchenkrepp auslegen.
    2. Die Samen ins Keimgefäß legen und leicht befeuchten. Wenig Wasser reicht, um den Keimprozess in Gang zu setzen. Zuviel Feuchtigkeit kann die Sprossen hingegen faulen lassen.
    3. Am besten das Gefäß im Anschluss mit Folie bedecken.
    4. Warten bis die Saat keimt.
    5. Alternativ gibt es im Handel auch ausgeklügte Fertigsysteme, mit denen sich die Keimung perfektionieren lässt. 

    Wie gesund sind Keimsprossen?

    Keimsprossen haben es jüngst im Zuge der bewussteren Ernährung zu Ruhm gebracht. In Asien sind sie schon seit Ewigkeiten Bestandteil der täglichen Nahrungsaufnahme. Im chinesischem Restaurant gibt es nahezu kein Gericht ohne Sprossen. In den letzten Jahren hat sich deren gesunde Urkraft auch in Europa rumgesprochen. Keimsprossen enthalten lebenswichtige Stoffe in konzentrieter Form, dazu zählen Mineralien, Vitamine, Spurenelemte und sogenannte Sekundärpflanzenstoffe. Gesund sind Keimsprossen gewiss.

    Aber: Sprossen aus dem Handel sind in den letzten Jahren auch in Verruf geraten. Einige Produkte standen in Verdacht,  die gefährliche Darmerkrankung EHEC zu übertragen. Viele Märkte haben sie sogar aus dem Sortiment genommen.

    Beim Kauf von Keimsprossen auf Schimmel achten

    Unweit des Gemüseregals sind die Keime immer häufiger in sämtlichen Formen zu finden. Supermärkte haben meist gemischte Sprossen in großen Packungen im Angebot.

    Wesentlich mehr Auswahl finden wir in Biomärkten. Günstig sind die Keimlinge aber nicht, im Bioladen sind sie erst recht teuer. Dafür erhält der Kosument hier biologische, schadstoffreie Sprossen, die gewiss zur gesunden Ernährung beitragen. Häufig bieten die Geschäfte auch ungekeimte Samen an, aus denen man selber seine Sprossen ziehen kann.

    Beim Kauf achten wir unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum, denn die Keime fangen schnell an zu schimmeln. Manchmal haben Sprossen schon Schimmel, wenn sie noch haltbar sind. Ein kritischer Blick in die Verpackung ist Pflicht.

    Verwendung in der Küche

    Jede Sprosse eine wahre Köstlichkeit für die heimische Küche. Es gibt zahlreiche Rezepte.  Besonder schmackhaft sind die Keimlinge im Salat. Sie sorgen für ein kräftiges Aroma. Die Sprossen gibt es für jeden Geschmack. Wer es scharf liebt, wird an Radieschen Sprossen Freude haben, higegen sorgen Sprösslinge vom Weizen für ein süßliches Aroma.