Kernobst pflegen & schneiden

    Es lohnt, Kernobst im Garten zu pflanzen. Vor allem Äpfel und Birnen. Erstens braucht Kernobst wenig Pflege, nur schneiden sollte man es. Zweitens wachsen viele Kernobstsorten gut im deutschen Klima. Drittens bietet der Anbau von Kernobst den Genuss von biologischem, chemiefreien Obst, das im Handel teuer ist. Viertens ist die Verwendung in der Küche vielfältig. Fünftens kann man es auch im Winter lagern. Zu den bekanntesten Arten zählen Äpfel, Birnen und Quitten. Jede Frucht, die ein oder mehr Kerne im Fruchtinneren hat, zählt zu den Kernfrüchten.

    Pflege von Kernobst: Standort, gießen und überwintern

    Die meisten Kernobstbäume und -sträucher mögen einen Standort mit Sonne und Wärme. Der Platz sollte auch Schutz bieten.

    Neu gepflanzt, sollte man Kernobstbäumchen am Anfang gut gießen. Sind sie gut verwurzelt, muss man sie nur in langen Trockenperioden wässern. Besser einmal viel Wasser geben als mehrmals wenig.

    Im hiesigen Klima ist der Anbau von Kernobst gewöhnlich kein Problem. Apfel, Birne, Quitte usw. wachsen bei mäßigen Temperaturen gut. Die meisten Arten überwintern problemlos im Garten. Vor allem heimisches Kernobst ist winterhart, nur starker, anhaltender Frost kann Schäden verursachen. Die Schäden entstehen weniger an der Pflanze, als vielmehr an der Ernte. Spätfrost kann einen Großteil der Blüten vernichten. Junges Obstgehölz ist allerdings empfindlich bei Frost. In kalten Regionen kann ein Winterschutz an Jungpflanzen durchaus Sinn machen.

    Kernobst schneiden: Form und Zeitpunkt

    Kräftige Rückschnitte sind nicht nötig. Dabei läuft oft mehr schief als richtig. Am besten Kernobst öfter zurück schneiden, dafür aber mäßig. Richtig durchgeführt, steigert der Rückschnitt die Ernte und verleiht dem Baum eine schöne Form. Die Baumkrone verläuft bei richtigem Schnitt nach oben hin schmaler. Von unten nach oben sollte die Krone quasi die Form eines Dreiecks haben.

    Die beste Zeit für den Schnitt ist vor der Blütezeit, im Monat März. Ein zweiter Rückschnitt kann im späten Sommer erfolgen.

    Kernobst richtig lagern: 5 Tipps

    Im Spätsommer ist Erntezeit (je nach Sorte). Was nicht gleich verzehrt wird, ist auf verschiedenen Wegen zu lagern. Um den Frischegeschmack zu erhalten, ist vor allem die Lagerung in Kisten zu empfehlen. Die Früchte sollten nicht übereinander liegen und trocken sein. Vor dem Einlagern muss man sie nach Schäden und Schädlingen untersuchen. Nur einwandfreie Früchte werden gelagert. Zur Lagerung von Kernobst eignet sich ein kühler, dunkler Raum. Ein trockener Keller ist optimal.

    Eine andere Variante der Lagerung ist, das Obst zu trocknen. Durch die Trocknung erhöht sich die Haltbarkeit erheblich. Im weiten Sinne ist das Tiefgefrieren ebenfalls eine Art des Lagerns, ebenso die Konservierung von Kernobst in Einmachgläsern.