Nektarinenbaum pflanzen und pflegen

    Ihre Heimat ist der warme Süden, dennoch kann man im heimischen Garten Nektarinen pflanzen. Mancher schafft es gar, einen Nektarinenkern zum Keimen zu bringen und erfolgreich zu pflanzen. Grundsätzlich sind Anpflanzung und Pflege das geringste Problem. Die Überwinterung bereitet dagegen mehr Sorgen. In kalten Lagen braucht der Nektarinenbaum Winterschutz. 

    Im Vergleich zum Pfirsich hat die Nektarine eine angenehm glatte Haut. Vom Geschmack her unterscheiden sich beide Arten kaum. Das Fruchtfleisch schmeckt saftig-süß und fruchtig. Die Nektarine ist recht groß. Ihr Kern lässt sich leicht raus trennen. Die Fasern bleiben nicht im Fleisch hängen.

    Für Geduldige: Nektarinenkern zum Keimen bringen und pflanzen

    Hobbygärtnern gelingt es selten, eine Pflanze aus einem Nektarinenkern zu ziehen. Mit der folgenden Anleitung kann es vielleicht klappen: Zunächst den Kern mehrere Monate trocknen, sonst keimt er zu schnell. Ist er getrocknet, füllt man einen Topf mit Watte und legt den Kern darauf. Nun muss man ihn mehrere Wochen befeuchten. Mit viel Glück fängt er an zu keimen. Dann sollte man den gekeimten Kern in Anzucht-Substrat setzen. Wächst daraus eine kräftige Pflanze, kann man die junge Nektarinenpflanze in den Garten setzen.

    Nektarinenbaum im Garten pflanzen: Pflanzzeit, Standort und Boden

    1. Am besten ist, junge Nektarinenbäumchen aus Baumschulen zu pflanzen. Die Jungpflanzen sollten eine gute Qualität haben und robust gegen Krankheiten sein.
    2. Ein sonnig-warmer Standort ist für Nektarinen optimal. Der Platz sollte auch Windschutz bieten. Besonders gut sind Standorte vor einer sonnigen Hausfassade.
    3. Ein lockerer, feuchter Boden ist ideal. In der Erde darf sich aber kein Wasser stauen.
    4. Die beste Zeit, um einen Nektarinenbaum zu pflanzen, ist Mitte Frühling, wenn es nachts nicht mehr friert.
    5. Das Pflanzloch sollte gut die doppelte Tiefe haben wie die Wurzellänge.
    6. Den Jungbaum ins Pflanzloch setzen.
    7. Das Loch mit humoser Erde füllen.
    8. Den Boden mäßig gießen.

    Pflege: Nektarinenbaum schneiden, düngen und gießen

    • Bei anhaltend trockenem Wetter stetig gießen. Der Gartenboden sollte leicht feucht sein, aber nicht matschig nass.
    • Nektarinen nur im Sommer düngen. Am besten ein bis zweimal im Monat Kompost geben.
    • Neu gepflanzte Nektarinen nicht schneiden. Ein Rückschnitt empfiehlt sich erst nach 3 Jahren. Ab dann jedes Jahr im Frühling schneiden. Tragen die Zweige schon Knospen, alle Zweige mit Blüte zwischen den Blätterknospen am Baum lassen. Die anderen Zweige bis zu den Hauptzweigen runter kürzen. Das Ausdünnen kräftigt die früchtetragenden Triebe und sorgt so für eine hohe Ernte.

    Ernte

    Die Erntezeit verteilt sich auf gut einen Monat. Es müssen also nicht alle Früchte in wenigen Tagen gepflückt werden. Allerdings sind sie rasch zu verzehren - die Lagerzeit von Nektarinen ist kurz.

    Am besten mit Winterschutz: Nektarinenbaum überwintern

    Die Nektarine ist frostempfindlich. Ein Frostschutz ist im Winter empfehlenswert. Optimal ist, den Boden zu mulchen, zum Beispiel mit dünnen Zweigen. So werden die empfindlichen Wurzeln vor Kälte geschützt. Bei starkem Frost den Nektarinenbaum mit Vlies schützen.

    Auch Nektarinen in Kübeln sollten im Winter draußen bleiben. Drinnen haben sie oft zu wenig Licht. Außerdem sind sie von Natur aus im Winter keine Wärme gewöhnt. Da Kübelpflanzen noch empfindlicher auf Frost reagieren als Freilandpflanzen, muss man sie besonders gut vor Kälte schützen.