Obstspalier: Vorteile & Nachteile

    Gerade in nasskalten Klimaregionen kann ein Obstspalier die willkommene Lösung sein, zumindest für Aprikosen, Weintrauben und andere wärmeliebende Sorten. Denn entlang von südlich gelegenen Mauern oder Häuserfassaden holen wir die maximale Sonnenwärme für die Obstzöglinge raus. Geschützt durch Wand plus vorstehendes Dach wird das Spalier zudem vor überschüssigen Regengüssen bewahrt. So manches (mediterranes) Früchtchen reagiert schließlich empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit, oft sind Pilzbefall dann die Folge.

    Im Ganzen sind Obstspaliere entlang sonniger Wände eine erfolgsversprechende Methode. Insbesondere da wo der Anbau mittels Bäumen kontraproduktiv war und bisweilen eher für Frustration denn Gärtnerfreuden sorgte. Doch auch wer zum erstem Mal Obst anpflanzen will, sollte von vornerein über ein Spalier nachdenken.

    Welche Obstsorten als Spalier pflanzen?

    Hier müssen wir klar zwischen den jeweiligen Arten, also Äpfel, Birnen etc. unterscheiden. Noch lange nicht jede Frucht liebt die windstille, zirkulationsarme Hausfassade. Selbst bei jeder Obstart muss man noch zwischen den einzelnen Sorten differenzieren. Lassen Sie sich vom Fachhändler beraten, wenn die Entscheidung für Ihr Lieblingsobst gefallen ist. Er wird Ihnen in der Regel auch sagen können, welche Sorten sich fürs örtliche Klima am besten eignen.

    Spaliere als Stilelement

    Betrachten wir uns einmal die Gestaltung. Grundsätzlich erzeugt ein Spalier am Haus einen bäuerlich-ländlichen Charakter. Besonders bestechend ist die Wirkung an typischen Häusern bergischer Regionen oder in dörflich geprägten Vororten. Hier wirken die rankenden Pflanzen besonders charmant. Auf der anderen Seite ist derlei „Eifel Charme“gewiss nicht jedermanns Sache. Gerade bei architektonisch modernen Gebäuden können Spaliere mit Obst, Efeu oder anderen Rankpflanzen schnell deplatziert daher kommen, zumindest an der vorderen Schokoladenseite des Hauses.

    Nicht schwer: Obstspalier selber bauen

    Beim Bau stehen uns alle erdenklichen Materialien zur Auswahl. Die Konstruktion kann sowohl aus Holzlatten oder Eisenstangen bestehen, beliebt sind außerdem jene komplett aus Draht. Wichtig: Das Gerüst darf nicht zu nah an der Wand liegen, damit eine ausreichende Luftversorgung gewährleistet bleibt. Im Fachhandel kann man ohnehin alle möglichen Spaliere inklusive Anleitung kaufen. Ansonsten ist der Bau für handwerklich begabte Zeitgenossen keine nennenswerte Herausforderung, das Obstspalier wird einfach fest genagelt.