Steinobst pflanzen: Praktische Tipps

    Zum Steinobst gehören sämtliche Sorten mit großem Fruchtkern (=Stein). Dazu zählen vor allem Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Aprikose u.a. In punkto Nährwertgehalt ist Obst grundsätzlich wichtig für die Gesundheit, auch Steinobst liefert viele Vitamine und Mineralien: Carotin, B-Komplex Vitamine, Kalium, um nur einige zu nennen. Ob mit Kernen oder Steinen, Obst ist für uns Menschen ein wahrer Jungbrunnen, so halten die pflanzlichen Stoffe z.B. auch freie, schädliche Radikale in Schach.

    Steinobst im Garten pflanzen

    Im Gartenbeet spielt Steinobst eine entscheidende Rolle, vor allem Kirschen sind bei Hobbygärtnern äußerst populär. Aromatische Aprikosen zu züchten, ist hingegen schon schwieriger, da die Früchte sich eher im mediterranen Klima zu Hause fühlen. Überhaupt gibt es eklatante Unterschiede bei den ganzen Obstsorten, angefangen vom Standort über die Pflege bis zu den Gartenbodenanforderungen. Professionelle Obstzüchter entwickeln zudem ständig neue Obstarten, so dass wir für den eigenen Anbau im Garten eine riesige Auswahl zur Verfügung haben. Der Nachteil sämtlicher Steinobst Sorten ist ihre kurze Lagerfähigkeit, hier hat Kernobst wie (Spät-) Äpfel oder Birnen deutlich die Nase vorn.

    Begehrt sind nach wie vor Süßkirschen wie die Schattenmorelle, direkt vom Baum sind sie ein wahrer Hochgenuss. Sauerkirschen hingegen werden in deutschen Haushalten eher zum einfrieren respektive weiterbearbeiten genutzt, zum Beispiel als heiße Kirschen zur Eisgarnierung.

    Tipps zum Kauf

    Aufgrund weltweiter Importe können wir fast das ganze Jahr über frisches Steinobst kaufen, zumindest einen Großteil der Sorten. Leider haben sie auf schon eine lange Reise hinter sich, so dass sie geschmacklich mit der Eigenzucht aus dem Garten nicht mithalten können. Trotzdem schmeckt das frische Obst auch aus dem Handel, zumal es ständig Saisonobst zu kaufen gibt, welches in Deutschland oder in Nachbarländern angebaut wird. Anhand von Festigkeit bzw. Druckstellen können Verbraucher das Steinobst schon weitestgehend auf deren Frische untersuchen. Wer sich die höheren Preise leisten kann, sollte biologisch angebaute Früchte vorziehen, egal ob Stein- oder Kernobst.

    Beliebt sind Aprikosen und Co. zudem in Konservenform oder tief gefroren. Dass insbesondere die industriell erhitzte Dosenkost gesundheitlich betrachtet Welten von der Frischkost entfernt liegt, dürfte wohl jedem längst bewusst sein. Über den Geschmack lässt sich ja streiten, tatsächlich ziehen viele das intensiv süße Aroma vom konservierten Steinobst den frischen Früchten vor. Grundsätzlich sollten Dosenliebhaber aber möglichst auf ungezuckerte Ware zurückgreifen. Eingefrorenes Obst hingegen hat zumindest große Teile der Vitamine behalten. Das schock frieren ist wesentlich schonender für das Steinobst als starkes Erhitzen.