Schädlingsbefall - Tipps zur Vorbeugung

    Im Garten wird der Schädlingsbefall oft durch falsche Bodenbeschaffenheit und ungeeignete Standorte begünstigt. Die Sonnenlicht Verhältnisse müssen für alle Gewächse optimal sein, damit diese sich möglichst widerstandsfähig gegen Schädlingsbefall entwickeln können. Mahonien zum Beispiel benötigen einen feuchten Gartenboden und ein halbschattiges Plätzchen. Auf Lehmboden bei prallem Sonnenlicht hingegen werden sie oft von Mehltau befallen. Andere Gewächse können dagegen gar nicht genug Sonne bekommen. Wichtig ist auch, dass alle Pflanzen genügend Platz durch entsprechende Abstände zur Verfügung haben. Durch viel Freiraum trocknen sie nach einem Regenguss besser und die Wurzeln können im Boden die Nahrung optimal aufnehmen.

    Im folgenden finden Sie eine Auflistung mit Tipps zur Vorbeugung von Schädlingsbefall:

    Schädlinge im Garten vorbeugen

    Im Fachhandel können Sie viele Pflanzensorten kaufen, die besonders resistent gegen Krankheitserreger und Schädlingsbefall sind.

    Der Gartenboden sollte locker sein und immer liebevoll mit Kompost und Dünger gepflegt werden. Beim Düngen darf aber auch nicht übertrieben werden. Oftmals werden die Gartengewächse mit zuviel Stickstoff versorgt. Dadurch wachsen sie geschwächt heran und sind somit ebenso verwundbar für Schädlingsbefall. Zuviel Stickstoff macht die Pflanzen zum Beispiel anfällig für Läuse und Mehltau. Lockern Sie den Gartenboden auch immer wieder auf, einige Wurm- und Raupenarten sowie andere Schädlinge mögen das überhaupt nicht.

    Auch Humus ist eine Wohltat für den Boden und den dort lebenden Mikro Organismen. In solch einem gesunden Umfeld entwickeln sich auch die Pflanzen widerstandsfähig gegen Schädlingsbefall und Krankheiten. Ratsam ist auch Algenkalk einzusetzen, bevor Kohl gepflanzt wird, damit dieser gesund wachsen kann. Des weiteren kann mulchen viele positive Effekte im Garten bewirken. So reduziert das Mulchen beispielsweise die Fäule von Kartoffelknollen.

    Vertrocknete Böden sind zu vermeiden. Denn dürre Gartenböden machen viele Pflanzen anfällig für Mehltau und Schorf. Außerdem weisen die Gewächse bei zu wenig Wasser einen erhöhten Zuckeranteil auf, was zum starken Raupenbefall führen kann. Auch auf Unregelmäßigkeiten bei der Wasserzufuhr reagieren einige Pflanzen empfindlich, ein gutes Beispiel sind platzende Kohlraben.  

    Wechseln Sie jedes Jahr den Standort der Gewächse im Nutzgarten. Dadurch vermeiden Sie, dass auf eine Pflanzensorte fixierte Bodenschädlinge sich übermäßig verbreiten. Grundsätzlich sollte man im mindestens 2 besser 3 Jahre warten, bevor man Gemüse oder Früchte wieder an die selbe Stelle im Garten pflanzt. Bei einigen Sorten sollte man noch länger warten, bei Zwiebeln etwa 5 und Rhabarber sogar 7 Jahre. Treten im Gartenboden hartnäckige Erreger auf, kann die Zeitspanne sich erheblich erhöhen auf 15 Jahre und mehr, besonders bei Obstbäumen. Alternativ zu Wartezeiten kann die Gartenerde ausgetauscht werden.